Copacabana-Boys bieten in der Stadthalle Delbrück Einblicke hinter die Radiokulissen »Klingt interessant, isses aber auch!«

Delbrück (WB/al). Sie bezeichnen sich selber gerne als Experten für jedes und alles, die drei Copacabana-Boys, die tagtäglich verschiedenste Thema auf WDR 2 kabarettistisch sezieren – und das seit inzwischen 290 Folgen. Gut 400 Besuchern in der Stadthalle Delbrück verrieten Jünter, Jötz und Jürgen auf unterhaltsame Art und Weise, wie die jeweils etwa eine Minute langen Spots im Radio entstehen.

Radio zum Anfassen boten die Copacabana-Boys Jünter, Jötz und Jürgen (alias Tobias Brodowy, Henning Bornemann und Uli Winters) auf der Bühne der Stadthalle.
Radio zum Anfassen boten die Copacabana-Boys Jünter, Jötz und Jürgen (alias Tobias Brodowy, Henning Bornemann und Uli Winters) auf der Bühne der Stadthalle. Foto: Axel Langer

»Wir schreiben nichts auf, haben nichts vorbereitet und denken uns auch oft nichts dabei«, holten Tobias Brodowy, Henning Bornemann und Uli Winters, die hinter Jünter, Jötz und Jürgen stecken, aus. Zu Beginn steht die Suche nach einem Thema. »Damit Sie uns glauben, dass wir nichts vorbereitet haben und natürlich auch nicht auf den Punkt genau eine Minute produzieren, zeigen wir Ihnen jetzt mal, wie es geht«, kündigte Tobias Brodowy bis zu zehn Minuten Stand-up-Comedy an. Passend zum Wetter entschieden sich die drei Welterklärer für Gewitter. Auch der Einstieg war schnell gefunden. »Habbich wat verpasst?« – »Der Jötz muss nach Hause. Es gewittert, und die Stecker müssen noch rausgezogen werden!« – »Ach was, das ist doch bei W-Lan nicht nötig!«, witzelten die drei munter drauf los. Verschiedene Haushaltsgeräte wurden rhetorisch auf ihr Gefahrenpotenzial untersucht, bis schließlich das spontan erfundene Finale anstand: »Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin und der Blitz schlägt ein, hat man dann ein E-Bike?« Die Frage wurde mit dem schon zum Kult gewordenen »Klingt interessant!« beantwortet, und das Publikum fügte belustigt und gut gelaunt hinzu: »Isses aber nich!«

Der Dialog der drei Comedians mit dem Publikum wurde intensiv gepflegt und weitere Ideen aufgegriffen. So wurde Spargel in Veggie-Würstchen verwandelt. Jünter, Jötz und Jürgen bewiesen, dass spontane Improvisation ihre absolute Stärke ist – gelegentliches Kopfschütteln über die unvermuteten Gedankensprünge des Kollegen inklusive.

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