Ostenländer Unternehmen setzt konsequent auf Digitalisierung Stiftung zeichnet Arens aus

Delbrück (WB/spi). Dem Handwerksunternehmen Paul Arens GmbH im Delbrücker Ortsteil Ostenland wird am 17. April im Theater in Gütersloh der »Zukunftspreis Handwerk OWL« verliehen. Das Unternehmen erhält die Auszeichnung in der Kategorie Kundenkommunikation/Digitalisierung.

Beim Firmenrundgang (von links): Peter Gödde (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft/KH), Hermann Sandbothe (Fa. Arens; Badplanung), Dr. Jens Prager (Hauptgeschäftführer der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld), Ulrich Arens (Geschäftsführer der Paul Arens GmbH), Lena Strothmann (Präsidentin der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld), Mickel Biere (Kreishandwerksmeister), Daniel Wiesing (Fa. Arens; Prokurist), Luise Arens (Seniorchefin der Paus Arens GmbH), Michael Lutter (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der KH Paderborn-Lippe) sowie Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz.
Beim Firmenrundgang (von links): Peter Gödde (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft/KH), Hermann Sandbothe (Fa. Arens; Badplanung), Dr. Jens Prager (Hauptgeschäftführer der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld), Ulrich Arens (Geschäftsführer der Paul Arens GmbH), Lena Strothmann (Präsidentin der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld), Mickel Biere (Kreishandwerksmeister), Daniel Wiesing (Fa. Arens; Prokurist), Luise Arens (Seniorchefin der Paus Arens GmbH), Michael Lutter (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der KH Paderborn-Lippe) sowie Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz. Foto: Jürgen Spies

»Die Firma Arens leistet hier Vorbildliches«, lobte am Mittwoch bei einem Besuch des Betriebes an der Feldstraße die Präsidentin der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Lena Strothmann, an der Spitze einer Delegation der Stiftung Zukunftspreis Handwerk Ostwestfalen-Lippe.

Die Stiftung hat in diesem Jahr die Preisvergabe in vier Kategorien unter das Motto Digitalisierung gestellt. Arens setzt konsequent auf die Vorteile, die die Digitalisierung den Kunden bringen kann und gleichzeitig die betrieblichen Abläufe beschleunigt, sicherer und übersichtlicher macht.

40 Mitarbeiter

Der vor 44 Jahren von Paul und Luise Arens gegründete Betrieb beschäftigt aktuell nach Angaben von Geschäftsführer Ulrich Arens 40 Mitarbeiter. »Wir haben derzeit acht Auszubildende, davon sechs Anlagemechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und zwei als Groß- und Einzelhandelskaufleute«, berichtete Arens beim Firmenrundgang.

Das Ostenländer Unternehmen verfügt auf 1400 Quadratmetern über eine hochmoderne Rundum-Präsentation von aktuellsten Heizsystemen, Ideen zur Badgestaltung samt Wohnraum-Design; hinzu kommen Lösungen in den Bereichen Photovoltaik sowie Energiespeicherung. In einem Nebengebäude ist die »Küchenwelt« zu finden. »In dieser Kombination haben wir in der Region ein Alleinstellungsmarkmal«, sagt Firmengründerin Luise Arens.

»Auf die Kunden zugehen und sie aktiv mitgestalten lassen – die Paul Arens GmbH hat den Trend der Zeit längst erkannt und umgesetzt«, bemerkte Lena Strothmann. Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Bielefelder Kammer, ergänzte: »Hier zeigt ein handwerklicher Fachbetrieb, wie schnell sich das Handwerk an die Wünsche seiner Kunden anpasst und diese in die Leistungserbringung integriert.«

Digitaler Heizungsberechner

Einige Beispiele: Arens hat einen Internetauftritt, der unter anderem einen digitalen Heizungsberechner anbietet. Interessenten können dort ihre aktuelle Heizsituation eingeben und in wenigen Schritten und in übersichtlicher Form ein zum eigenen Bedarf passendes Heizungssystem auswählen. Aufgrund dieser Konfiguration kann Arens sehr schnell ein konkretes Angebot erstellen. Die dann folgende persönliche Beratung, auch vor Ort, vertieft und ergänzt dies dann. Preiskalkulation natürlich inklusive.

In Kürze soll dies bei Arens auch im Bereich der Sanitärtechnik funktionieren. »Dann kann auch das Wunschbad über die Internetseiten zu Hause vorgeplant und über eine 3D-Ansicht vorab berechnet werden«, berichtet Hermann Sandbothe, Badplaner bei Arens. In weiteren Schritten geht dies dann sogar so weit, dass per Computerberechnung beispielsweise sogar der Lichteinfall von Fenstern in einem Badezimmer realitätsnah in Fotoqualität gezeigt werden kann. Gerade für Kunden, die sich vorher keinerlei Vorstellung von dem machen können, wie ihr Bad künftig aussehen soll, bringt das enorme Transparenz. Und auch hier gilt: Das, was es einmal kosten wird, kann sofort angezeigt werden.

Arens arbeitet seit Jahren mit ausgewählten Firmen zusammen, die die branchenfremden Gewerke abdecken. So kann das Prinzip »alles aus einer Hand« umgesetzt werden. Auch innerbetrieblich sieht Firmenchef Ulrich Arens im hohen Grad in der Digitalisierung nur Vorteile, für Kunden gleichermaßen: »Bei uns läuft inzwischen alles online, ob Auftragsbestellung, Arbeitsplanung, Zeiterfassung und anderes mehr. Unsere Techniker und Monteure haben beispielsweise Tablets oder Laptops und können alles überall und jederzeit eintragen, steuern, dokumentieren, nachschauen.« Handgeschriebene Stundenzettel von Monteuren – diese Zeiten gibt es bei Arens jedenfalls nicht mehr.

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