Ostenländer besuchen Projekt des Pater-Meier-Fördervereins Peruanische Kinder sagen Danke

Ostenland (WB). »Das Geld aus Delbrück ist in Peru richtig gut angelegt!« Mit diesem Fazit sind die beiden Ostenländer Josef Meier und Matthias Strunz jüngst aus Acari zurückgekehrt, wo sie Projekte besuchten, die vom Pater-Meier-Förderverein unterstützt werden.

Von Meike Oblau
Matthias Strunz und Josef Meier (von links) berichteten Reinhard Scheipers (rechts) vom Förderverein Pater Meier jetzt von ihrer Reise nach Peru.
Matthias Strunz und Josef Meier (von links) berichteten Reinhard Scheipers (rechts) vom Förderverein Pater Meier jetzt von ihrer Reise nach Peru. Foto: Meike Oblau

Etwa 150 Mitglieder spenden jährlich rund 25.000 Euro, teilweise fließen auch mal größere Summen, zum Beispiel aus Erbschaften. Offiziell heißt der Förderverein »Verein zur Förderung in unterentwickelten Ländern und sozial schwachen Regionen«, in Delbrück ist er aber unter Pater-Meier-Förderverein bekannt. Er wurde im Oktober 2001 gegründet und geht auf den gebürtigen Ostenländer Pater Georg Meier zurück, der von 1960 bis zu seinem Tod im Jahre 2003 nahezu ununterbrochen in Peru wirkte. Zahlreiche Projekte hat der Pater, der von 1986 bis 1993 zwischenzeitlich als Pfarrer in der Herz-Jesu-Pfarrgemeinde Lippling wirkte, in Südamerika auf den Weg gebracht. Damit das Lebenswerk des Missionars auch nach seinem Tode Bestand hat, wurde der Verein gegründet.

Pfarrschule für 560 Schüler aufgebaut

Pater Georg Meier bemühte sich in Peru darum, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern. Seit 1993 arbeitete er in der Gemeinde Acari, knapp 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima. Die Gemeinde umfasst 10.000 Gläubige in 19 Dörfern. Mit finanzieller Hilfe aus Deutschland, insbesondere aus dem Delbrücker Land, hat Pater Meier in Acari viel leisten können. Unter anderem hat er eine Pfarrschule mit 560 Schülern aufgebaut.

Diese Schule haben Matthias Strunz und Josef Meier jüngst besucht. »Unter anderem werden mit den Fördergeldern aus Delbrück Eltern unterstützt, die sich das Schulgeld für ihre Kinder sonst nicht leisten könnten. Auch die Qualität des Unterrichts würde leiden, wenn die Unterstützung aus Delbrück wegfiele«, haben die beiden Ostenländer erfahren. Sie besichtigten auch einen Olivenhain, der vor Kurzem aus 1200 Bäumen angelegt wurde, die ebenfalls durch die Spenden der Fördervereinsmitglieder finanziert wurden. »Das Geld, das künftig in diesem Olivenhain erwirtschaftet wird, fließt ebenfalls in die Schule«, schildert Josef Meier. Zusammen mit Matthias Strunz besuchte er auch das Grab von Pater Georg Meier.

Förderverein hofft auf Förderung durch den Bund

Der Pater-Meier-Förderverein bemüht sich zudem derzeit intensiv um Fördermittel des Bundes. Die Schule müsste durch einen Anbau erweitert werden, es fehlen Räume. »Für diese Fördermittel muss viel Papierkram erledigt werden, wir müssen viele Fragen beantworten und die konnten wir am besten vor Ort in Peru klären, zum Beispiel im Gespräch mit der Schulleiterin«, sagt Matthias Strunz. Von der Reise will er mit Josef Meier künftig auf Vereinsversammlungen, zum Beispiel bei der Kolpingsfamilie, berichten. Derzeit erstellen die beiden eine Präsentation mit Infos und Fotos. Sie hoffen, weitere Unterstützer für den Förderverein zu finden. Wer sich über eine Mitgliedschaft informieren möchte, findet Infos im Internet unter www.pater-meier.de

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