Zu Weihnachten findet die evangelische Gemeinde Delbrück Unterschlupf in Anreppen Kirchensanierung verzögert sich

Delbrück (WB/al). Es hätte alles so schön gepasst: Zum Weihnachtsfest wollte die evangelische Kirchengemeinde in die frisch sanierten und umgebauten Räumlichkeiten im Driftweg wieder einziehen. Doch Verzögerungen bei der Sanierung des in den 70er Jahren errichteten Gotteshaus machten diesen Plan zu Nichte.

Kirchbaumeister Rainer Hippauf ist zuversichtlich, dass zum neuen Eröffnungstermin am 25. März kommenden Jahres alles fertig sein wird.
Kirchbaumeister Rainer Hippauf ist zuversichtlich, dass zum neuen Eröffnungstermin am 25. März kommenden Jahres alles fertig sein wird. Foto: Axel Langer

Plötzlich stand die Segensgemeinde ohne für den Weihnachtsgottesdienst geeignetes Gotteshaus da. Kurzfristig bot die katholische Schwestergemeinde Hilfe an. Für die Christvesper am 24. Dezember um 16.30 Uhr bietet die Kirche in Anreppen Unterschlupf.

Statt zwei bis drei nur ein Gottesdienst an Heiligabend

»Wir wissen diese Unterstützung sehr zu schätzen und danken dem Kirchenvorstand für diese tolle Geste – gerade in der Weihnachtszeit«, freut sich Pfarrerin Claudia Hempert-Hartmann über das Zeichen der gelebten Ökumene. »Feiern wir sonst üblicherweise zwei oder drei Gottesdienste am Heiligen Abend, werden wir uns dieses Jahr auf einen Gottesdienst beschränken, um die Gastfreundschaft nicht zu sehr überzustrapazieren. Zu der Christvesper sind alle Interessierten herzlich eingeladen«, ergänzt sie.

Alle weiteren Gottesdienste der evangelischen Kirchengemeinde am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag finden um 10.30 Uhr in der Antoniuskapelle des Kinder- und Jugenddorfes in Delbrück, Lohmannstraße 10, statt. Neuer Termin für den Wiedereinzug der Gemeinde in die Segenskirche ist nun der 25. März 2018. »Bis dahin werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Außerdem ist dieses Datum für die Kirchengemeinde symbolträchtig: Vor 45 Jahren wurde die Segenskirche erbaut und am gleichen Datum ihrer Bestimmung übergeben«, hat Pfarrerin Gabriele Hische herausgefunden. Die Umbaukosten sind mit etwa 1,4 Millionen Euro kalkuliert.

Probleme bei Sanierung werfen Zeitplan über den Haufen

Seit Februar diesen Jahres laufen die Sanierungsmaßnahmen im Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde. Vieles ist seitdem schon geschafft, aber es haben sich bei der Sanierung auch einige Probleme ergeben, die letztlich den ursprünglichen Zeitplan über den Haufen geworfen haben. Doch das Aussehen der künftigen Räume lässt sich mittlerweile erkennen.

Auch wenn im Gottesdienstraum noch große Rohre der neuen Lüftung aus der Decke schauen, ist schon zu erkennen, wo künftig der Altar stehen wird. Eingerahmt von bodentiefen Fenstern links und rechts rückt der Altar an die Fensterfront, so dass er künftig aus beiden Kirchenräumen gut einsehbar ist. In den Boden wird eine Induktionsschleife eingelassen, so dass Hörgeschädigten den Gottesdiensten demnächst gut folgen können. Der Kirchraum wird komplett ebenerdig gestaltet. Der Altarbereich wird optisch angehoben.

Gemeindezentrum wird barrierefrei

Bereits fertiggestellt ist der Anbau des Multifunktionsraums. Eine neue Heizungsanlage wurde ebenso eingebaut wie eine neue Küche und neue Ver- und Entsorgungsleitungen. Neben den Fenstern wurde auch das Dach erneuert. Künftig wird es einen zusätzlichen Eingang geben, der über eine Rollstuhlrampe sowie eine Treppenanlage zu erreichen ist. Durch den Umbau wird das Gemeindezentrum barrierefrei zu erreichen sein. Außerdem werden die sanitären Anlagen mit behindertengerechten Toiletten versehen.

Sehr zügig ging im Gegensatz zum Innenausbau die Neugestaltung der Außenanlage voran. Die künftigen Parkplätze sind bereits zu erkennen und mit einem Fugen-Split-Pflastersystem versehen. Allerdings sorgte das regnerische Wetter auch hier für Probleme. Aktuell können die frisch gepflasterten Flächen nicht abgerüttelt werden, da der Untergrund durchgeweicht ist. »Aber das werden wir auch hinbekommen« ist Kirchbaumeister Rainer Hippauf optimistisch, den neuen Fertigstellungstermin einhalten zu können.

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