Winterdienst auf Teilabschnitten von Schulbusstrecken Stadt Delbrück kauft »Salzstreuer«

Delbrück (WB/spi). Im vergangenen Winter sind im Delbrücker Land zwei Schulbusse, darunter ein langer Gelenkbus, bei geringem Tempo auf schneeglatter Straße von der Fahrbahn abgekommen und mussten daraufhin geborgen werden. Zwar gab es zum Glück keine Verletzten, »aber das mit dem Schülerspezialverkehr beauftragte Unternehmen hat wiederholt, zuletzt vor wenigen Wochen, bei der Stadt Delbrück den Winterdienst auf Schulbusstrecken angemahnt«, sagte Fachbereichsleiter Olaf Merschmann im Haupt- und Finanzausschuss.

Außerhalb geschlossener Ortslagen hat die Stadt keine Winterdienstpflicht. Aus gegebenem Anlass – Stichwort Schulbusstrecken – wird jetzt dennoch ein weiterer »Salzstreuer« gekauft.
Außerhalb geschlossener Ortslagen hat die Stadt keine Winterdienstpflicht. Aus gegebenem Anlass – Stichwort Schulbusstrecken – wird jetzt dennoch ein weiterer »Salzstreuer« gekauft. Foto: dpa

Per Dringlichkeitsentscheidung gab der Ausschuss jetzt grünes Licht für die sofortige außerplanmäßige Anschaffung eines zusätzlichen Salz-Streuautomaten, der am Bauhof stationiert wird.

In beiden Fällen waren die Busse beim Befahren von Wirtschaftswegen von der Fahrbahn gerutscht. Merschmann dazu: »Die Schulbushaltestellen sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt; viele Haltestellen liegen am insgesamt 400 Kilometer langen Netz an Wirtschaftswegen. Es übersteigt die Leistungsfähigkeit der Stadt Delbrück, den Winterdienst vollständig auch auf diese Gebiete auszudehnen.« Außerhalb geschlossener Ortslagen sei die Stadt ohnehin gesetzlich nicht dazu verpflichtet. »Zuerst muss der Winterdienst im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtung geleistet werden«, sagte Merschmann.

Um die Sicherheit an gefährlichen Stellen und auf Gefällstrecken dennoch zu gewährleisten, hat die Stadt das beauftragte Busunternehmen aufgefordert, diese Stellen und Strecken konkret zu benennen. Die Stadt Delbrück sei dann bereit, über das gesetzliche Mindestmaß hinaus, Winterdienst punktuell und auf abgestimmten Stellen auch auf Wirtschaftswegen zu übernehmen, so Merschmann. Dazu gehört die Anschaffung eines weiteren Salz-Streuautomaten (knapp 24.000 Euro), außerdem wird die Stadt weiteres Personal dafür abstellen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.