Tierquäler im Kreis Paderborn unterwegs – Kripo konzentriert sich auf ein Gebiet zwischen Delbrück und Hövelhof
Shetland-Pony die Spitze eines Ohres abgeschnitten

Kreis Paderborn -

Vergiftete oder mit Nadeln präparierte Köder, ein toter Hund und ein Pony, dem eine Ohrspitze abgeschnitten wurde: Im Kreis Paderborn ermittelt die Kripo mittlerweile in zehn Fällen von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und in einem Fall von Tierquälerei.

Mittwoch, 03.02.2021, 12:04 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 14:04 Uhr
Innerhalb dieses Dreiecks wurden der Polizei die meisten Verstöße gemeldet. In erster Linie geht es um ausgelegte Giftköder, zudem wurde in Delbrück-Lippling einem Shetland-Pony eine Ohrspitze abgeschnitten. Foto: Polizei Paderborn

Nachdem in Delbrück, Hövelhof und Büren – zunächst gen Ende des Jahres und zuletzt vor zwei Wochen – vergiftete Hundeleckerchen oder Würstchen entdeckt worden waren, ist nun im näheren Umkreis von Ostenland der Tod eines Hundes vermutlich auf derlei giftige Substanzen zurückzuführen. In den sozialen Medien ist von einem weiteren Todesfall die Rede, aber dieser ist der Polizei bislang nicht gemeldet worden.

Die Kriminalpolizei konzentriert sich in ihren Ermittlungen nun auf ein Dreieck zwischen Delbrück und Hövelhof. Neben den zahlreichen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz geht es seit Sonntag, 31. Januar, um einen Fall von Tierquälerei: Am Postdamm bei Delbrück-Lippling ist einem Shetland-Pony die Spitze eines Ohres abgeschnitten worden. Am anderen Ohr waren die Haare gestutzt. Laut Angaben einer Tierärztin konnten die Verletzungen maximal 48 Stunden alt gewesen sein.

In diesem Zusammenhang wiederholt die Polizei ausdrücklich ihre Warnungen und rät Besitzern von Hunden zu besonderer Vorsicht. Sie sollten ihre Tiere nicht unbeobachtet lassen. Da nicht bekannt ist, welche Substanzen in den Ködern enthalten sind, sollten Eltern auch ihre Kinder im Auge behalten. Wer verdächtige Köder entdeckt oder von weiteren Fällen weiß, in denen Tiere Opfer von Vergiftungen oder Quälereien geworden sind, wird gebeten, die Polizei zu informieren. Sachdienliche Hinweise – besonders auch wegen des verletzten Ponys – nimmt die Polizei unter Telefon 05251/3060 entgegen.

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