Diebesbande hatte auch in Büren hohe Beute gemacht
Hehler nach Einbruchsserie verurteilt

Detmold/Büren (WB/upf) -

Mehr als fünf Jahre nach einer Einbruchsserie hat das Landgericht Detmold jetzt einen Hehler verurteilt. Der 45-Jährige aus Essen hatte die Beute einer Bande aus Dortmund verkauft, die auch in Büren ordentlich Beute gemacht hatte.

Dienstag, 26.01.2021, 01:32 Uhr aktualisiert: 26.01.2021, 02:00 Uhr
Das Landgericht Detmold. Foto: dpa

Acht Bulgaren waren in den Jahren 2014 und 2015 in Firmengebäude in Ostwestfalen, im Sauerland sowie Niedersachsen und Nordhessen eingebrochen. Fanden sie kein Kupfer, Messing oder andere Edelmetalle, nahmen sie auch Maschinen und Elektrowerkzeuge mit. Oft war der Sachschaden höher als der Wert der ­Beute. Der Gesamtschaden belief sich auf mehr als eine Million Euro.

In Büren hatten die Täter im September 2015 zugeschlagen: In drei Nächten hintereinander ließen sie aus einer Firma am Oberen Westring für 10.000 Euro Edelstahlteile sowie aus einer Tiefbaufirma eine Baumaschine im Wert von 90.000 Euro mitgehen.

Zwei Einbrüche in Leopoldshöhe im April 2015 mit einem Beutewert von insgesamt fast 200.000 Euro hatten die Polizei im Kreis Lippe auf die Spur der Bande gebracht. Ende September 2015 griffen die Ermittler bei Dortmund zu. 2016 verurteilte das Landgericht Detmold die Angeklagten im Alter von 25 bis 43 Jahren nach Geständnissen zu Haftstrafen zwischen 27 Monaten bis drei Jahren und neun Monaten. Der Haupttäter musste für viereinhalb Jahre hinter Gitter.

Offenbar hatte sich der damals 37-Jährige nach etwa der Hälfte seiner Haft so weit geläutert, dass er bereit war, den mutmaßlichen Hehler der Bande zu be­nennen: Aufgrund seiner Angaben wurde 2018 der jetzt 45 Jahre alte Rumäne in seinem Heimatland festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. 41 Taten wurden ihm nun in der Verhandlung zur Last gelegt: Er sollte bei allen Einbrüchen die Beute gekauft und auf eigene Rechnung wieder zu Geld gemacht haben. Das Problem für die Strafkammer: Alle Bandenmitglieder haben ihre Strafen in Deutschland bereits verbüßt und halten sich wieder in Bulgarien auf – auch der Hauptbelastungszeuge.

Umso leichter machte es der Angeklagte den Richtern, indem er gegen das Angebot einer Bewährungsstrafe ein Geständnis zumindest für zehn Taten ablegte. Die Kammer verhängte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung.

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