Corona-Lage im Kreis Paderborn am Dienstag: ein weiterer Todesfall und sechs Neuinfektionen – Inzidenzwert bei 90,6
235 weitere Corona-Erkrankte gelten als genesen

Paderborn (WB/LaRo) -

Im Kreis Paderborn gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion. Zudem sind sechs neue Corona-Fälle bekannt geworden. Das meldet der Kreis am Dienstag, 19. Januar, mit Stand 11 Uhr. Seit Pandemiebeginn sind 118 Menschen gestorben. Der nun gestorbene Mann aus Paderborn war 71 Jahre alt.

Dienstag, 19.01.2021, 14:06 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 15:06 Uhr
Eine Spritze mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer (Symbolbild). Foto: Boris Roessler/dpa

Da den Angaben der Verwaltung zufolge 235 weitere Corona-Erkrankte eine akute Infektion überstanden haben, sind derzeit 395 Menschen offiziell mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (175), Delbrück (59), Borchen (43), Bad Lippspringe (32), Salzkotten (23), Altenbeken (19), Hövelhof (13), Lichtenau (11), Bad Wünnenberg (10) und Büren (10).

56 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 18 von ihnen intensivmedizinisch. 1572 Menschen befinden sich in vom Kreisgesundheitsamt angeordneter Quarantäne. Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 5452 und die Zahl der Genesenen 4939.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist – wie am Dienstagmorgen berichtet – für den Zeitraum vom 12.-18 Januar eine Sieben-Tages-Inzidenz von 90,6 aus (Datenstand: 19.1., 0 Uhr). Am Vortag lag der Wert bei 90 und in der Vorwoche noch bei 120,5. Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Am Montag hatte der Kreis 36 Neuinfektionen und zwei Todesfälle bekannt gegeben.

19. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie.

19. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Impfungen

Im Sankt-Vincenz-Krankenhaus ist am Montag in Paderborn der Anfang gemacht worden: Die ersten Ärzte und Pfleger wurden geimpft. 150 Impfdosen von Biontech und Pfizer standen zum Auftakt zur Verfügung. Die übrigen Krankenhäuser der Stadt folgen in den nächsten Tagen: das Brüderkrankenhaus am Mittwoch und das Evangelische Krankenhaus Sankt Johannisstift am 25. Januar. Auch in den Kliniken des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe haben die ersten Ärzte und Pflegekräfte eine Impfung gegen das Covid-19-Virus erhalten.

Bald sind dann die Seniorinnen und Senioren an der Reihe, die bis zum Stichtag 31. Januar 2021 das 80. Lebensjahr vollendet haben. Ab dem 25. Januar haben sie die Möglichkeit, telefonisch über eine kostenlose 0800-Rufnummer oder über eine Internetadresse einen Termin im Impfzentrum zu buchen. Ab diesem Mittwoch, 20. Januar, spätestens aber am Samstag, 23. Januar, hat diese Gruppe der Impfberechtigen das Anschreiben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und das Begleitschreiben von Landrat Christoph Rüther im Briefkasten.

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Dienstag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Montag, 19. Januar, 4642 (Vortag: 4426) Menschen geimpft worden. Davon sind 2145 (2074) Heimbewohner (46 Prozent) und 2497 (2352) Angehörige von Pflegeberufen (54 Prozent): www.corona-kvwl.de/impfbericht .

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7774029?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851064%2F
Entwurf für Beratungen sieht Öffnungsschritte in Stufen vor
Blick in eine Mannheimer Einkaufsstraße.
Nachrichten-Ticker