CP Tech in Büren fertigt seit 2018 Überrollbügel für die Formel 1
Heiligenschein als Lebensretter

Büren -

Die Formel-1-Welt hielt den Atem an, als der französische Fahrer Romain Grosjean am vergangenen Wochenende beim Rennen in Bahrain einen dramatischen Unfall erlitt.

Samstag, 05.12.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 05.12.2020, 08:25 Uhr
Der Überrollbügel mit Längsbalken aus Titan wird in Ostwestfalen gefertigt. Hier das Fahrzeug von Sebastian Vettel.

Nach einer Kollision mit einem anderen Fahrer krachte er in eine Leitplanke, sein Wagen wurde in zwei Teile gerissen und explodierte in einem Feuerball. Nach endlosen 27 Sekunden entstieg Grosjean dem Wagen – wie durch ein Wunder nur leicht verletzt.

Dass der Crash für ihn so glimpflich ausgegangen ist, ist nach Ansicht von Experten auch einer Sicherheitsvorrichtung zu verdanken, die beim Bürener Unternehmen CP Tech mit Sitz im Gewerbepark Flughafen in Büren hergestellt wird.

Der Halo, ein sieben Kilogramm schwerer, runder Überrollbügel mit Längsbalken aus Titan, schützt den Kopf der Rennfahrer. Seit 2018 ist er in Rennwagen der Formel 1 und Formel 2 vorgeschrieben und wird im Auftrag der FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) in Büren gefertigt.

Romain Grosjean im Flammenmeer von Bahrain.

Romain Grosjean im Flammenmeer von Bahrain. Foto: Andy Hone via www.imago-images.de

Der Halo (englisch für Heiligenschein) war bei seiner Einführung umstritten. Er sei aerodynamisch ungünstig und mache die Wagen langsamer, außerdem unansehnlich, so meinten Kritiker. Zu ihnen zählte bisher auch Fahrer Romain Grosjean – nun allerdings betont er selbst, dass ihm wohl auch diese Vorrichtung das Leben gerettet habe.

Das Bürener Unternehmen CP Tech GmbH hat im Jahr 2016 – damals noch als CP Autosport – einen Neubau im Gewerbepark am Flughafen Paderborn-Lippstadt bezogen. Sein Kerngeschäft sind innovative Eigenprodukte, Engineering-Dienstleistungen, Hochleistungskomponenten und Komplettlösungen für die Branchen Automobil, Motorsport und Luftfahrt.

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