Paderborns Landrat Rüther begrüßt erzielte Einigung
„Guter Tag für den Flughafen, guter Tag für die Region“

Büren/Paderborn -

Die Rettung des Flughafen Paderborn-Lippstadt ist am Freitag ein gutes Stück vorangekommen. Ein Sanierungstarifvertrag und ein Sozialplan sind unterzeichnet worden. Paderborns Landrat Christoph Rüther begrüßte am Samstag die erzielte Einigung mit Betriebsrat und Gewerkschaft und dankte allen Verhandlungspartnern.

Samstag, 07.11.2020, 17:46 Uhr aktualisiert: 07.11.2020, 19:18 Uhr
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren-Ahden. Foto: Jörn Hannemann/Archiv

„Das ist ein guter Tag für unseren Flughafen, ein guter Tag für die Region“, sagte Rüther. Er freue sich sehr, dass durch die Vereinbarungen klare und verlässliche Perspektiven für die Beschäftigten aufgezeigt würden. Der unterzeichnete Sozialplan und Tarifvertrag seien ein wesentlicher Baustein zur zukunftssicheren Fortführung des Airports.

Die Beendigung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung hängt jetzt noch – wie berichtet – an der Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan. Er soll nun mit dem Gläubigerausschuss abgestimmt und Anfang Dezember dem Amtsgericht Paderborn vorgelegt werden. Indessen waren Stefan Meyer von der Pluta Rechtsanwalts GmbH als Interessenvertreter der Gläubiger und der Vorsitzende der Geschäftsführung Dr. Marc Cezanne an den den Verhandlungen über die Sanierung beteiligt gewesen. Demnach soll die Belegschaft des Flughafens von vormals 170 auf rund 65 Beschäftigte reduziert werden. Die Reduzierung des Personals ist verbunden mit der erwarteten Reduzierung des Flugbetriebs. Statt mit früher jährlich 700.000 Passagieren rechnet die Flughafengesellschaft jetzt noch bis zu 300.000 Fluggästen.

Der Paderborner Kreistag hatte im September ein Sanierungs- und Fortführungskonzept beschlossen, das vorsieht, den Flughafen weiter als Verkehrsflughafen weiterzuführen. „Ich freue mich sehr, dass jetzt gute Vereinbarungen insbesondere auch für jene erzielt wurden, die nicht am Flughafen weiter beschäftigt werden können. Ich hoffe sehr, dass alle sehr schnell durch die professionelle Begleitung einen Arbeitsplatz finden“, sagte Rüther weiter. Die seitens der Geschäftsführung angekündigten Investitionen, drei Löschfahrzeuge, Umbau des Hangars zu einer Feuerwehrwache und ein Hubliftfahrzeuge für mobilitätseingeschränkte Passagiere, seien ein wichtiges Signal, dass der Flughafen weitermache und zukunftssicher aufgestellt werde. Rüther: „Wir blicken gemeinsam nach vorn.“

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