Viele Aktive der DLRG Büren bilden sich erfolgreich weiter
Gut aufgestellt

Büren (WB/han). Mit dem Anfängerschwimmkursus für Kinder fängt es an, beim Strömungsretter ist noch lange nicht Schluss: Ausbildung wird schon immer groß geschrieben bei der DLRG (Deutschen Lebensrettungsgesellschaft) in Büren.

Mittwoch, 07.10.2020, 03:00 Uhr
Finn Kleeschulte, Ralf Feller, Ann-Kathrin Zelinski, Joshua Hüther und Andreas Schwarz (es fehlt Niklas Vahle) gehören der DLRG Büren an und haben sich jetzt erfolgreich weitergebildet, um im Notfall qualifiziert helfen zu können.

Jetzt, freut sich Vorsitzender Dirk Kleeschulte, haben allerdings ungewöhnlich viele junge Leute gleichzeitig ihre Fortbildungen abgeschlossen und die Prüfungen bestanden. Mehrere Wochen oder Monate lang haben sie sich an Ausbildungsstätten in ganz Westfalen darauf vorbereitet.

So hat Andreas Schwarz aus Steinhausen die komplexe Ausbildung zum „Einsatztaucher zwei“ absolviert. Die Vorbereitungen darauf haben sogar mehr als ein Jahr in Anspruch genommen. Die „Einsatztaucher zwei“ sind qualifiziert, vermisste Personen bis in 20 Meter Wassertiefe zu suchen und Arbeiten unter Wasser zu erledigen.

Mit ihm sind in Büren nun zehn qualifizierte Einsatztaucher verfügbar. Sie rücken direkt als schnelle Einsatzgruppe zu Wassernotfällen in den Stadtgebieten Bad Wünnenberg, Büren und Lichtenau aus. Im Kreis und Hochstift Paderborn unterstützen sie bei Einsätzen am Wasser und sind anerkannte Katastrophenschutzeinheit des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen. Andreas Schwarz ist außerdem verantwortlicher Tauch-Ressortleiter in der DLRG Büren und im DLRG-Bezirk Hochstift Paderborn.

Zwei zusätzliche Strömungsretter haben ebenfalls ihre Ausbildung und Prüfung erfolgreich absolviert. Ann-Kathrin Zelinski aus Barkhausen und Joshua Hüter aus Leiberg ergänzen damit die erst seit gut zwei Jahren aufgebaute Strömungsrettereinheit in Büren.

Sie decken die gleichen Einsatzgebiete wie die Einsatztaucher ab. Anders als die Einsatztaucher werden sie aber vom Land aus und an der Wasseroberfläche eingesetzt und können bei stärkerer Strömung suchen und retten.

Erst kürzlich haben Joseph Wellen und Leon Just die Ausbildung zum „Strömungsretter zwei“ mit deutlich erweiterten Einsatzspektrum absolviert. Verantwortlich für die Strömungsretter in Büren zeigt sich der Steinhäuser Leon Just.

Für Einsätze der Notfallhelfer-Gruppe, die bei Einsätzen der Feuerwehr mit ausrückt, und für Sanitätsdienste bei zahlreichen Veranstaltungen, stellt die DLRG Büren gut 20 Sanitäter. Gleich drei neue Sanitäter B ergänzen künftig diesen Einsatzbereich. Die Bürener Finn Kleeschulte und Niklas Vahle sowie der Lippstädter Ralf Feller bestanden die Prüfung zu dieser höheren Qualifizierung. Verantwortlich zeigt sich hier David Schulte nicht nur in der DLRG Büren sondern auch gleich für das gesamte Hochstift Paderborn.

Die DLRG Büren habe ein ausgesprochen vielfältiges Spektrum an Qualifizierungen, das sie den jungen Helfern biete. „Da ist für jeden was dabei. Die Nachwuchskräfte beschäftigen sich sinnvoll in ihrer Freizeit und lernen fürs Leben in unserer Ortsgruppe“, zeigt sich Dirk Kleeschulte als Vorsitzender stolz auf die engagierten Helfer. Für wen in der DLRG Büren welche Ausbildung in Frage kommen könnte, haben die beiden Beauftragten Jannik Lüke und Joshua Hüter im Blick. Sie schlagen den jungen Mitgliedern weitere Schritte vor und schauen auch, wo vielleicht noch Qualifikationen ergänzt werden können.

Die DLRG Büren hat 280 Mitglieder. Rund 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nehmen am wöchentlichen Training teil. 500 Kursteilnehmer werden jährlich in Erster Hilfe ausgebildet. Der Bootstrupp und der Einsatztauchertrupp sind anerkannte Einheiten für den Katastrophenschutz in NRW. Sie waren unter anderem beim Hochwasser in Meißen in Einsatz und haben dort gemeinsam mit der DLRG Brakel zusammen etwa 300 Personen aus überschwemmten Häusern gerettet. An den Sommerwochenenden sind die Helfer der DRLG Büren am Lippesee, Godelheimer See und Diemelsee im Einsatz, halten Sicherheitswache und greifen im Notfall ein. Weitere Informationen es unter www.bueren.dlrg.de.

Kommentar

Im Notfall kommt Hilfe. Darauf können sich Menschen in Deutschland in aller Regel fest verlassen. Was oft vergessen wird: Gar nicht selten handelt es sich dabei um Helfer, die ihren Job freiwillig im Ehrenamt ausüben.

Die Aktiven beispielsweise der Freiwilligen Feuerwehr, des THW oder eben auch der DLRG helfen nicht, weil das ihr bezahlter Beruf ist, sondern weil sie den Wunsch haben, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen und sich sinnvoll zu engagieren. Dafür investieren sie einen großen Teil ihrer Freizeit, und dafür werden sie (hoffentlich) mit Freude an der Gemeinschaft, Kameradschaft und Anerkennung belohnt.

Bei der DLRG Büren, die in diesen Tagen auch noch ein ehrgeiziges Bauprojekt angeht, mangelt es zum Glück nicht an jungen Leuten, die bereit sind sich einzusetzen. In vielen Organisationen sieht das aber ganz anders aus. Es wäre schön, wenn es (nicht nur) bei jungen Leuten noch selbstverständlicher würde, sich für andere einzubringen. Hanne Hagelgans

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7620353?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851064%2F
Touristen müssen bis 2. November raus aus Schleswig-Holstein
Hinweis auf die Maskenpflicht in Timmendorfer in Schleswig-Holstein Strand.
Nachrichten-Ticker