Kreis Paderborn will in Büren 23 Millionen Euro investieren
Große Pläne für das Kreismuseum Wewelsburg

Büren/Paderborn (WB/mba). Das Kreismuseum in Büren-Wewelsburg im Kreis Paderborn , das jährlich von etwa 100.000 Menschen besucht wird, soll erweitert und neu gestaltet werden. 23 Millionen Euro soll die Maßnahme kosten, die überwiegend mit Hilfe von Fördergeldern vom Land NRW, von der Gedenkstättenförderung des Bundes sowie vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) finanziert werden soll. Im Paderborner Kreistag ist dazu jetzt eine Machbarkeits­studie vorgestellt worden.

Mittwoch, 23.09.2020, 07:29 Uhr aktualisiert: 23.09.2020, 08:36 Uhr
So soll der neue Eingangsbereich des Kreismuseums aussehen. Von dort sollen die Besucher künftig alle drei Ausstellungsbereiche begehen können. Illustration: Drees & Huesmann Stadtplaner

Unterirdischer Ausstellungs­bereich mit Panoramafenster

Geplant ist unter anderem ein unterirdischer Ausstellungs­bereich mit Panoramafenster und Blick ins Almetal. Darüber hinaus soll die Parkplatzsituation mit einem neuen Stellplatzkonzept verbessert werden. Die Pläne sehen ein zentrales Eingangsge­bäude vor. So soll die Orientierung für die Besucher verbessert werden. „Vom Eingang soll man künftig alle drei Bereiche des Museums begehen können“, erklärt Kirstin John-Stucke, Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg.

Kirstin John-Stucke, Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg

Kirstin John-Stucke, Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg Foto: Jörn Hannemann

Geschichte des Paderborner Landes im 19. und 20. Jahrhundert

In den neuen unterirdischen Räumen im jetzigem Gartenbereich soll die Geschichte des Paderborner Landes im 19. und 20. Jahrhundert dargestellt werden. Ein solcher Bereich sei seit Jahren ein großer Wunsch des Museums, sagt John-Stucke. In der Burg, in der auch eine Jugendherberge untergebracht ist , soll weiterhin die Ausstellung des Hochstifts von den Anfängen in der Steinzeit bis zur Auflösung Anfang des 19. Jahrhunderts gezeigt werden. Die Erinnerungs- und Gedenkstätte ­Wewelsburg 1933-1945 bleibt im ehemaligen SS-Wachgebäude am Burgvorplatz. Dorthin soll man künftig vom Eingang durch einen Tunnel gelangen. Die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS” informiert über die Geschichte der Schutzstaffel in Wewelsburg und des Konzentrations­lagers, eingebettet in eine Gesamtdarstellung der SS.

Restaurant mit Außengastronomie

Auch ein neues Restaurant mit Außengastronomie soll entstehen, was es in den 1960er Jahren schon einmal gab. Das Café im Wach­gebäude soll im Gegenzug geschlossen werden. Dort sind künftig museumspädagogische Räume unter anderem für den Besuch von Schulklassen vorgesehen. Wann mit den umfangreichen Baumaßnahmen begonnen werden kann, sei noch unklar.

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