Innenminister Reul eröffnet rund um die Uhr besetzten Polizeistandort für den Südkreis
Büren bekommt Vorzeige-Wache

Büren (WB). Büren hat jetzt eine der modernsten Polizeiwachen im ganzen Land Nordrhein-Westfalen. Und – anders als früher – ist die neue Wache für den Südkreis Paderborn künftig auch rund um die Uhr besetzt. Zur offiziellen Einweihung kam am Montag hoher Besuch: NRW-Innenminister Herbert Reul durchschnitt gemeinsam mit Landrat Manfred Müller, Leitendem Polizeidirektor Andreas Kornfeld, Dienststellenleiter Thomas Wiehe sowie den Bürgermeistern Burkhard Schwuchow (Büren) und Christoph Rüther (Bad Wünnenberg) das symbolische Band vor dem Eingang an der Königstraße 16.

Dienstag, 08.09.2020, 10:39 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 11:00 Uhr

Ein Jahr lang haben die Umbaumaßnahmen am alten Kreishaus gedauert. Bereits im vergangenen Jahr wurden die Polizeiwachen Schloß Neuhaus und Büren sowie der Objektschutzdienst am Flughafen aufgelöst und gingen in der neu installierten Wache Südkreis auf. Dort wurde es eng, denn der Teil des alten Kreishauses, der für die Polizei vorgesehen war, war ursprünglich nur für 15 Mitarbeiter ausgelegt. Nun waren es aber 51 Männer und Frauen, die in Früh-, Spät- und Nachtschicht dort arbeiteten.

Die Fläche, die die Polizei vom Kreis Paderborn mietet, wurde daher um 422 auf nun 598 Quadratmeter deutlich erhöht. Und zugleich wurde die neue Dienststelle nach modernsten Standards saniert und ausgestattet. Zudem ist die Wache nun durch ein modernes und barrierefreies Schleusenkonzept von der Königstraße aus zugänglich. Dieser Landesstandard soll künftig in allen neuen Wachen umgesetzt werden.

Vor Ort rund um die Uhr für die Bürger im Einsatz sind unter anderem (von links) Dirk Cramer, Thomas Blömeke, Dennis Becker, Irina Stoy, Joachim Lütticke und Markus Dirksmeyer.

Vor Ort rund um die Uhr für die Bürger im Einsatz sind unter anderem (von links) Dirk Cramer, Thomas Blömeke, Dennis Becker, Irina Stoy, Joachim Lütticke und Markus Dirksmeyer. Foto: Hagelgans

Während einer kleinen Feierstunde nutzten viele Gäste aus Polizei und Politik am Montag die Gelegenheit, sich die neue Dienststelle genauer anzusehen – den Corona-Regeln entsprechend in kleinen Gruppen.

„Machen Sie das Beste draus. Und passen Sie gut auf sich auf“, gab Innenminister Reul den Bürener Polizeibeamten um Dienststellenleiter Thomas Wiehe mit auf den Weg. Die Polizei in NRW stehe aktuell vor wachsenden Herausforderungen, betonte er. Um ihnen zu begegnen, würden jährlich rund 2500 junge Polizisten in ihre Ausbildung starten.

Neueste Sicherheitsstandards in den Gebäuden und bestmögliche persönliche Ausstattung der Beamten seien ebenfalls unerlässlich. Steigende Gewaltbereitschaft und Respektlosigkeit, der sich viele Polizisten gegenüber sähen, seien allerdings keinesfalls zu akzeptieren, so der Minister. Für eine Polizeiwache sei der zentrale Standort, so wie jetzt in Büren, Gold wert. Die Polizisten könnten so schnell reagieren und seien für die Bürger leicht ansprechbar.

Die Polizei habe durch die Zusammenführung der bisher drei Dienststellen zur neuen Südkreis-Wache Synergien gehoben, betonte Landrat Manfred Müller. Politisches Ziel sei es gewesen, Büren als Polizeistandort zu erhalten und die Sicherheit im südlichen Kreisgebiet zu stärken. Mit den Kommunen Büren und Bad Wünnenberg gebe es gut funktionierende Ordnungspartnerschaften.

Zugleich erinnerte Müller im Beisein des Innenministers allerdings daran, dass es im Kreisgebiet in Sachen Polizei-Immobilien noch einiges zu tun gebe. So solle in Delbrück eine neue Polizeiwache entstehen. Und das Gebäude der Polizei im Paderborner Riemeke-Viertel werde zu klein und sei zudem in einigen Jahren abgängig, so dass auch dort nach einer Lösung gesucht werde.

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