Bürener CDU dringt auf Neubewertung und Reaktivierung der Almetalbahn Brilon – Paderborn »Die Zeit ist gekommen«

Büren (WB/han). Der Bürener Stadtrat diskutiert in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 28. November, noch einmal über eine mögliche Reaktivierung der Almetalbahn zwischen Brilon und Paderborn. Die CDU-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag gestellt.

Zurzeit wächst das Unkraut auf der Bahnstrecke zwischen Brilon und Paderborn. Die Bürener CDU möchte, dass sich das möglichst bald ändert und die Strecke wieder genutzt wird.
Zurzeit wächst das Unkraut auf der Bahnstrecke zwischen Brilon und Paderborn. Die Bürener CDU möchte, dass sich das möglichst bald ändert und die Strecke wieder genutzt wird.

Allerdings schlägt die Verwaltung in ihrer Vorlage zur Sitzung (Beginn um 18.30 Uhr im Bürgersaal) vor, zunächst die Sitzung des zuständigen Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe abzuwarten, der sich bei seiner Verbandsversammlung Anfang Dezember mit dem Thema beschäftigen wird. Danach sollen sich dann noch einmal der Bürener Bauausschuss und abschließend der Rat in seiner letzten Sitzung vor Weihnachten mit der Almetalbahn befassen.

»Die Region ist am Zug«, überschreibt die Bürener CDU-Fraktion ihren Antrag. Es sei an der Zeit, dem bereits im Februar dieses Jahres vom Rat gefassten Beschluss zur grundsätzlichen Neubewertung der Bahnstrecke nun mehr Nachdruck zu verleihen, findet die CDU, deren Mitglieder vor einigen Wochen gemeinsam mit Christdemokraten aus weiteren Anrainerkommunen ein vergleichbares Bahnprojekt im niedersächsischen Bentheim besichtigt haben.

50 Kilometer ungenutzte Bahntrasse

Zwischen dem bereits im Jahr 2011 reaktivierten Teilstück der Strecke zwischen Brilon-Wald und Brilon-Stadt und dem Streckenende in Paderborn lägen zurzeit 50 Kilometer ungenutzte Bahntrasse, gibt die Fraktion unter Vorsitz von Joachim Finke zu bedenken. »Bei überfüllten Straßen und Bahntrassen, die durch Güter- und Personenverkehr zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, gewinnen vor allem zusätzliche und netzrelevante Teilstrecken als Entlastungs- und Ergänzungsstrecken enorm an Bedeutung«, heißt es im Antrag der CDU.

Das hätten die Städte im Kreis Paderborn auch bereits erkannt und beteiligten sich über den Kreis daher auch an den Kosten der Verkehrssicherungspflicht für die Trasse, damit sie weiterhin gewidmet bleibe und für eine Reaktivierung zur Verfügung stehe. »Die Zeit dafür ist nun gekommen«, ist die Bürener CDU-Fraktion überzeugt. Es sei höchste Zeit, die bestehenden Vorgaben des Nahverkehrsplans umzusetzen. Denn darin würden gleichwertige Lebensverhältnisse den Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen, also auch im ländlichen Raum zugesichert.

In Kombination mit der Sennebahn seien eine hochattraktive, schnelle und umsteigefreie Bahnverbindung zwischen Brilon und Bielefeld (über Büren) und eine attraktive Verknüpfung mit dem Rhein-Ruhr-Express in Paderborn möglich.

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