Tui fly steuert von Paderborn aus im Sommer 2020 acht Ziele an
»Trotz Klimakrise wird geflogen«

Paderborn/Büren (WB). Wer seinen Urlaub mit Tui fly vom Flughafen Paderborn-Lippstadt (PAD) aus bucht, wird auch am Urlaubsziel ankommen. Das hat Stefan Baumert, Geschäftsführer Tui-Touristik, am Mittwoch versprochen: »Tui fly wird keine Flüge streichen.« Am beliebtesten: Mallorca und die Türkei.

Donnerstag, 07.11.2019, 10:36 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 10:38 Uhr
Flughafenchef Marc Cezanne und Tui-Geschäftsführer Stefan Baumert haben gestern am Airport Paderborn-Lippstadt um das Vertrauen der Passagiere geworben. Beide sind zuversichtlich, dass Flugreisen auch künftig gut nachgefragt wird. Foto: Jörn Hannemann

Tui fly selbst habe zwei vollwertige Ersatzmaschinen in Hannover stationiert, und der neue Partner für den Sommerflugplan, die Stralsunder Airline Sundair, verfüge in Kassel ebenfalls über mehrere Maschinen, erläuterte Baumert. Während im Winter eine Tui fly Boeing 737-700 mit 144 Sitzplätzen in Paderborn stationiert ist, setzt Sundair einen größeren Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen ein.

Baumert: »Da 80 Prozent der Flugkapazitäten von Pauschalreisenden genutzt werden, liegt es in unserem eigenen Interesse, das sie auch ankommen.«

Weitere Ziele

Das beliebteste der acht von Tui fly am PAD angebotenen Reiseziele sei nach wie vor Mallorca mit etwa 27.000 Tui fly-Fluggästen pro Jahr. Im Winter sei Fuerteventura ein vom Heimatflughafen besonders gerne angesteuertes Ziel, sagte Baumert. Weitere Ziele von Paderborn aus sind im Sommer 2020 die griechischen Inseln Kreta, Kos und Rhodos, Gran Canaria und Teneriffa.

Auf Platz zwei der von Tui vermittelten, aber vom PAD nicht selbst angeflogenen Reiseziele liege auch in Paderborn inzwischen wieder die Türkei, für die Tui bundesweit 30 Prozent Wachstum verzeichnet habe, aber noch nicht ganz wieder auf dem Niveau von 2015 liege.

»Es geht um bewusstes Reisen, nicht darum, es zu lassen«

Insgesamt stellt Tui fly für den Sommerflugplan in Paderborn 125.000 eigene Plätze bereit. Baumert ist ebenso wie Flughafenchef Dr. Marc Cezanne optimistisch, dass diese trotz Klimakrisendiskussion auch verkauft werden. »Es geht um bewusstes Reisen, nicht darum, es zu lassen«, sagt Baumert. Tui unterstütze beispielsweise nachhaltige Projekte in den jeweiligen Urlaubsländern und setze auf ausgelastete Flieger. »So kommen wir auf 2,5 Liter Kerosin pro Fluggast pro 100 Kilometer. Atmosfair hat uns als klimaeffizienteste Fluglinie Deutschlands ausgezeichnet.«

Flugscham hat auch Marc Cezanne noch nicht feststellen können. »Wir stellen eine große kollektive Betroffenheit bei ebenso großer individueller Gelassenheit fest. Heißt: Trotz Klimakrise wird weiter geflogen.« Gleichzeitig sei ihm aber auch wichtig, deutlich zu machen, dass Leistung ihren Preis hat. »Ich würde mich freuen, wenn das Umweltbewusstsein auch diesbezüglich greifen würde«, sagte Cezanne. Der Flughafen Paderborn unterstütze keine Airlines, die auf Kosten anderer Billigflüge anböten, nur um die Passagierzahlen zu steigern, was an anderen Flughäfen durchaus üblich sei. »Das ist unter dem Strich nicht wirtschaftlich. Tui fly zahlt für die Abfertigung am Heimathafen – nicht andersherum.«

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