Foreigner feiern mit ihren Fans in Büren ihre zahlreichen Hits
Vorhersehbar und doch schön

Büren (WB). Ist das schön! »Die Welt braucht mehr Liebe«, mahnt Foreigner-Sänger Kelly Hansen. Er fordert die Fans vor der Bühne auf, sich zu umarmen, und stimmt den größten Hit der Band an. Und Büren singt »I want to know what Love is« vielstimmig mit.

Freitag, 05.07.2019, 15:45 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 15:50 Uhr
Sänger Kelly Hansen ist in Form. Mit Bruce Watson, Michael Bluestein, Jeff Pilson, Chris Frazier und Thom Gimbel (von links) liefert er ein überzeugendes Konzert ab. Foto: Oliver Schwabe

Foreigner feiern mit ihren Fans in Büren

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Mehr als 4000 Musikfreunde sind am Donnerstagabend zu den Almeauen gepilgert, um eine der bekanntesten Bands der Rockgeschichte live zu erleben. Foreigner gibt es seit 1976, legte mit »4« im Jahr 1981 eines der erfolgreichsten Alben aller Zeiten vor und darf sich, zusammen mit Journey, rühmen, eine ganze Musikrichtung geprägt zu haben: den AOR, den Adult orientated Rock. Musik also, die gleichermaßen von Energie wie von Melodien mit hohem Wiedererkennungswert und eingängigen Refrains gekennzeichnet ist, ideal für Auftritte in Stadien oder, eine Nummer kleiner, am Donnerstag vor der Kulisse der Jesuitenkirche.

Waschechte Hardrocker

Was bei Balladen wie »I want to know what Love is« oder »Waiting for a Girl like you« gern vergessen wird – Foreigner sind keine Weichspüler, sondern Hardrocker. »Mit Double Vision« und »Head Games« legen sie wuchtig los, um bei »Cold as Ice« erstmals den Fuß vom Gas zu nehmen. Erst nach einer halben Stunde kommt das Gesicht von Foreigner, Mick Jones, auf die Bühne und spielt das Gitarrenriff zu »Feels like the first Time« – ein Stück, das mittlerweile 42 Jahre alt und unverwüstlich ist. Bandgründer Mick Jones ist schon 74, was deutlich macht, dass der Engländer und seine Band ähnlich wie Uriah Heep zu den Dinosauriern des Rock gehören, die irgendwann aussterben.

Von Endzeitstimmung ist nichts zu spüren

Von Endzeitstimmung ist in Büren aber nichts zu spüren. Die sieben ausgezeichneten Musiker Jones, Bruce Watson (Gitarre), Jeff Pilson (Bass), Thom Gimbel (Saxofon), Michael Bluestein (Keyboards), Chris Frazier (Schlagzeug) sowie Sänger Kelly Hansen geben sich spielfreudig, zelebrieren Klassiker wie »Urgent« mit seinem Saxofonpart, der aus einem gewöhnlichen ein außergewöhnliches Stück macht, oder die Hardrockhymne »Juke Box Hero« mit dem grandiosen, geradezu explodierenden Mittelteil, bei dem sich Hobbygitarristen die Finger brechen. Kelly Hansen wird zwar immer noch an dem Foreigner-Sänger schlechthin, an Lou Gramm, gemessen, muss sich hinter ihm aber nicht verstecken.

Keine Pyrotechnik und keine neuen Songs

Die Band verlässt sich ganz auf ihre Musik, die Lichtshow ist dezent und taucht die Bühne lediglich in bunte Farben. Pyrotechnik wie bei Kiss oder im Übermaß bei Rammstein gibt es nicht. Bei Foreigner knallt die Musik, zum Beispiel bei »Dirty White Boy« oder dem großartigen Stampfer »Hot Blooded«, mit dem die Band ihren knapp 90-minütigen Auftritt um 22.30 Uhr beschließt. Neue Songs haben die Besucher nicht gehört. Foreigner zehren von ihren Erfolgen, die sie Ende der 70er und in den 80er Jahren hatten. Dass die Show vorhersehbar ist, stört niemanden. Die mehr als 4000 Fans, meist im mittleren Alter, verlassen zufrieden das Gelände.

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