Opfer war Lehrerin in Büren – Ehemann überlebte den tragischen Unfall Busunglück: Paderbornerin starb auf Madeira

Paderborn/Büren/Funchal (WB). Ein Paderborner Ehepaar zählt zu den Opfern des schweren Busunglücks auf Madeira. Die ehemalige Lehrerin des Bürener Mauritiusgymnasiums überlebte das Unglück nicht. Ihr Ehemann, der noch im aktiven Dienst an dem katholischen Privat-Gymnasium ist, wurde bei dem Unfall am vergangenen Mittwoch verletzt.

Von Maike Stahl
Rettungskräfte stehen nach einem schweren Busunglück an der Unfallstelle auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira.
Rettungskräfte stehen nach einem schweren Busunglück an der Unfallstelle auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira. Foto: dpa

Die Bestürzung und Trauer im Umfeld des kinderlosen Paares, das im Paderborner Stadtteil Elsen lebt, ist ebenso wie an der Schule sehr groß, nachdem die Nachricht über die Osterfeiertage die Runde machte. Die Verstorbene hatte von 1989 bis Ende vergangenen Jahres Deutsch und Kunst am Mauritius-Gymnasium unterrichtet. Von der Schule war am Dienstag lediglich zu hören, dass das Kollegium und der Trägerverein von der Nachricht geschockt seien.

Viele seien wegen der Ferien aber noch gar nicht über das tragische Unglück im Bilde. Das katholische Mauritius-Gymnasium ist in Trägerschaft eines eigens für diese Aufgabe gebildeten privaten Vereins, seit der Jesuitenorden diese Rolle 1952 abgegeben hat. Die Schule werde sich in den kommenden Tagen, wenn mehr Einzelheiten bekannt sind, zu dem Unglück äußern.

29 Tote

Wie berichtet, sind bei dem Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel 29 Menschen gestorben, 27 weitere wurden nach Angaben des portugiesischen Außenministeriums zum Teil schwer verletzt. Die Opfer sind Deutsche, allerdings ist bisher noch nicht offiziell bestätigt worden, woher sie genau kommen. Der Bus, mit dem die Urlauber am Mittwoch in Funchal unterwegs waren, kam in einer Kurve von der Straße ab und stürzte einen Abhang hinunter auf ein Wohnhaus. Die Ursache für das Unglück ist bislang weiter unklar.

Am Samstag hatte die Bundeswehr bereits 15 Verletzte nach Köln geflogen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte die Verletzten nach Angaben der Staatskanzlei bei ihrer Ankunft im militärischen Teil des Flughafens in Köln-Wahn begrüßt. Das Paderborner Paar, das 2004 geheiratet hat, hatte sich vor etwa zehn Jahren bereits einmal für ein Jahr vom Schuldienst beurlauben lassen, um während dieses Sabbatjahres gemeinsam eine Weltreise zu unternehmen.

Die einzige deutsche Überlebende des Busunglücks von Madeira, die wegen ihrer schweren Verletzungen bisher nicht in die Heimat zurückdurfte, ist auf dem Wege der Besserung. Der Zustand der Frau entwickele sich weiterhin positiv, sagte ein Sprecher des Gesundheitsdienstes der portugiesischen Urlaubsinsel gestern.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6562039?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851064%2F