Bürener Parteien planen Gegendemonstration am Gründonnerstag Rote Karte für die AfD

Büren (WB/han). Mit Trillerpfeifen und roten Karten wollen die im Bürener Rat vertretenen Parteien am Gründonnerstag, 18. April, ein Zeichen gegen die AfD setzen.

Rufen zur Gegendemonstration gegen die Tagung der AfD in Büren auf: (von links) Andreas Rüdiger (FDP), Sabrina Henneke (CDU), Sabina Pommer (SPD) und Reinhold Zühlke (Grüne).
Rufen zur Gegendemonstration gegen die Tagung der AfD in Büren auf: (von links) Andreas Rüdiger (FDP), Sabrina Henneke (CDU), Sabina Pommer (SPD) und Reinhold Zühlke (Grüne).

Wie berichtet (WV vom 12. April), hat die Partei für Donnerstag um 18.30 Uhr zu einer Infoveranstaltung zum Europawahlkampf in den Bürener Bürgersaal eingeladen. Weil es sich um ein öffentliches Gebäude handelt, das allen Parteien und gemeinnützigen Gruppierungen offen steht, muss die Stadt den Bürgersaal auch der AfD zur Verfügung stellen, da er zum angefragten Zeitpunkt frei und nicht anderweitig vergeben ist.

Wie alle Nutzer zahlt die AfD dafür keine Miete, lediglich ein Obolus für Nebenkosten wie Heizung und Reinigung wird fällig.

Unter dem Motto »Wehret den Anfängen. Für Freiheit und Demokratie« steht die Gegendemons­tration der Bürener Rat vertretenen Parteien.

»Wir wollen mit unserem Aufruf ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit setzen«, betont Sabrina Henneke, Stadtverbandsvorsitzende der Bürener CDU. »Wir rufen die Bürener auf, Extremisten, wie sie in der AfD zu finden sind, die rote Karte zu zeigen.«

Für die SPD in Büren ist selbstverständlich, die Bürener zur Gegendemonstration gegen die AfD aufzurufen. »Die Würde des Menschen ist unantastbar«, sagt Sabina Pommer, Stadtverbandsvorsitzende der Bürener SPD. »Parteien wie die AfD rütteln an diesem Grundsatz. Das können wir nicht akzeptieren und deshalb bitten auch wir die Bürger, auf die Straße zu gehen«, betont sie.

Nur ein sachbezogener Dialog mit den »politisch Unverstandenen« werde den vermeintlichen Zauber der AfD brechen können, ist Andreas Rüdiger, FDP-Stadtverbandsvorsitzender, überzeugt. Mit der Absicht, gegen jede Form von Links- und Rechtsradikalismus zu protestieren, hat sich daher auch die FDP der Aktion angeschlossen. Sie ruft dazu auf, »für unsere freiheitlichen, demokratischen Werte einzustehen sowie mit den Besuchern der Veranstaltung in den Dialog zu treten statt sie auszugrenzen.«

Auch die Bürener Grünen beteiligen sich am Aufruf zur Demonstration gegen die AfD. »Die Hetze, die von Teilen dieser Partei ausgeht, ist unerträglich«, meint Fraktionsvorsitzender Reinhold Zühlke. »Wir bitten die Bürener, ein deutliches Zeichen gegen diese Partei zu setzen, die eine antieuropäische, gegen Minderheiten gerichtete und eine die Fakten des Klimawandels leugnende Politik vorantreibt.«

Beginn der Kundgebung ist am Gründonnerstag um 17.30 Uhr in der Burgstraße. Die Veranstalter bitten alle interessierten Bürger, eine rote Karte und eine Trillerpfeife mitzubringen, »um ein deutliches und unüberhörbares Zeichen gegen Extremismus zu setzen«, so die Organisatoren.

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