Westnetz verlegt Glasfaser für schnelleres Internet in Büren
4200 Haushalte profitieren

Büren (WB/han). 23,5 Kilometer Rohrtrasse wurden verlegt, vier Mal musste dafür die Alme unterquert werden, 3,8 Millionen Euro haben die Arbeiten insgesamt gekostet: Jetzt profitieren 4200 Haushalte, deren Bewohner künftig deutlich schneller im Internet unterwegs sein können.

Donnerstag, 07.03.2019, 06:00 Uhr
Für 4200 Haushalte ist nun schnelleres Internet verfügbar. Johannes Kobeloer (Innogy-Kommunalbetreuer, links) und Bürgermeister Burkhard Schwuchow ließen sich von Projektleiter Bernward Schäfers (rechts) vor Ort informieren. Foto: Hanne Hagelgans

Die Westnetz GmbH, der Netzbetreiber des Energieversorgers Innogy, hat den Ausbau in der Bürener Kernstadt, in Weiberg und Wewelsburg eigenwirtschaftlich, das bedeutet ohne öffentliche Fördermittel übernommen. Mit bis zu 120 Megabit pro Sekunde können die Verbraucher – verfügbar ist das neue Angebot für 4200 Wohneinheiten an 3800 Adressen – nun im Internet surfen, online Filme und Serien anschauen oder von zu Hause aus arbeiten.

Sie sind per Post informiert worden und können sich nun entscheiden, ob sie einen Vertrag abschließen möchten. Welche Geschwindigkeit tatsächlich vor Ort ankommt, hängt von der Entfernung zwischen Gebäude und Verteilerkasten ab. Bis zu diesen Kästen gelangt das Signal per Glasfaser, das letzte Stück der Strecke bis zum Kunden wird per Kupferkabel zurückgelegt (FTTC-Technik).

Lediglich in Weiberg müssen einige Haushalte zurzeit noch auf das schnellere Internet warten. Wegen eines Zahlendrehers ist ein Verteilerkasten, anders als geplant, bisher noch nicht freigegeben. Bis April soll das Problem aber gelöst sein.

Im Herbst 2017 hatten die aufwendigen Bauarbeiten begonnen. Dafür musste unter anderem die viel befahrene Eickhoffer Straße halbseitig gesperrt werden. Auch der Bürener Marktplatz war betroffen. »Die Anwohner haben alles sehr gut mitgetragen«, zieht Innogy-Projektleiter Bernward Schäfers nach 16 Monaten Bauzeit zufrieden Bilanz.

Das Unternehmen Innogy, dessen Stammgeschäft die Stromversorgung ist, nutzte beim Anschluss Wewelsburgs die Gelegenheit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Im Zuge der Bauarbeiten wurde gleich auch eine bisherige Freileitung unterirdisch verlegt.

»Ich freue mich«, sagte Bürgermeister Burkhard Schwuchow gestern beim Ortstermin am Hauptschaltkasten am Umspannwerk Am Bühl.

Der Zugang zu schnellem Internet sei in der heutigen Zeit ein lebensnotwendiger Teil der Infrastruktur und nicht selten mit ausschlaggebend für die Entscheidung, wo der Lebensmittelpunkt oder der Unternehmenssitz gewählt werde, betonte er. Dabei habe sich das Nutzerverhalten gewandelt, immer größere Bandbreiten würden notwendig.

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