Politik diskutiert langsameres Fahren in Bürener Kernstadt
Mit Tempo 30 durch die City

Büren (WB/han). Der Verkehr in der Bürener Innenstadt könnte bald langsamer rollen. Bauausschuss und Rat befassen sich mit entsprechenden Plänen.

Dienstag, 05.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 08:24 Uhr
Die Burgstraße in Büren soll ebenso wie die Bertholdstraße schon bald zur Tempo-30-Zone werden. Auch für die parallel verlaufende Königstraße/Nikolausstraße gibt es mit dem Lärmaktionsplan entsprechende Überlegungen. Foto: Jörn Hannemann

Klar ist bereits, dass in der Burgstraße, der Bertholdstraße und den angrenzenden Seitenstraßen bald nur noch mit Tempo 30 gefahren werden darf.

Nach einem Ortstermin mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises und der Polizei, Ortsvorsteher Wigbert Löper und dem städtischen Ordnungsamt hat das Straßenverkehrsamt jetzt eine Verkehrsanordnung erteilt: Es wird eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Die entsprechenden Verkehrszeichen sind nach Auskunft der Stadt bereits bestellt und werden aufgestellt, sobald sie geliefert sind.

Lärmaktionsplan

Der Lärmaktionsplan, der jetzt für interessierte Bürger und öffentliche Funktionsträger zur Stellungnahme ausgelegen hat, sieht darüber hinaus vor, auch auf der Ortsdurchfahrt (Königstraße/Nikolausstraße) zwischen der Kreuzung Lindenstraße/Bahnhofstraße und dem Kreisverkehr Bruchstraße Tempo 30 vorzuschreiben. Außerdem soll eine Straßensanierung mit lärmminderndem Asphalt für mehr Ruhe sorgen.

Laut Lärmaktionsplan soll außerdem in der Briloner Straße das Parken am Gehweg auf der Nordseite verboten werden. Und auch in der Bahnhofstraße soll im Bereich der Schulen tagsüber in der Zeit zwischen 7 und 16 Uhr die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 festgelegt werden.

Ausdrücklich begrüßt der Lärmaktionsplan, für den sich die Stadt durch ein externes Unternehmen hat beraten lassen, die geplanten beiden Kreisverkehre in der Bahnhofstraße in Höhe der alten Post und an der Kreuzung mit der Lindenstraße. Der Plan empfiehlt, hier beim Bau ebenfalls auf lärmmindernden Asphalt zu setzen.

Umsetzung geht nicht allein

Umsetzen kann die Stadt mit Ausnahme des Gehwegparkens in der Briloner Straße die Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan allerdings nicht allein. Eine Drosselung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 müsste der Kreis Paderborn in Zusammenarbeit mit dem städtischen Ordnungsamt, dem jeweiligen Straßenbaulastträger (Kreis oder Land) sowie der Polizei anordnen.

Kommunen sind zur Aufstellung eines Lärmaktionsplanes verpflichtet. Die Umsetzung der Maßnahmen ist allerdings in aller Regel nicht einklagbar. Vielmehr sollen die Vorgaben in die städtebaulichen Planungen einfließen.

Mit der jetzt getroffenen Entscheidung für Tempo 30 in Burg- und Bertholdstraße kommen die Behörden einem Antrag der Grünen zuvor, die dort ebenfalls eine Tempo-30-Zone gefordert hatten. Die führe ihrer Ansicht nach dazu, dass sich der Lärm für die Anwohner vermindere.

Die Grünen erwarten von Tempo 30 in der Burgstraße auch mehr Sicherheit, weniger Belastung durch Abgase und Staub sowie eine gesteigerte Aufenthaltsqualität, die auch dem Handel zugute käme.

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