450 Besucher kommen zum ersten Winterschützenfest im Kreis Paderborn Bei der Premiere geht die Post ab

Büren (WB/eB). Die Schützen in Büren-Weiberg haben am Wochenende ein Winterschützenfest gefeiert. Es war das erste im Kreis Paderborn. 450 Besucher kamen. 100 Anwärter gab es beim Vogelschießen. Erster Winterkönig wurde Rene Borghoff aus Weiberg.

Sie waren die Besten beim Winterschützenfest: (vorne von links) Tim Baron (Zepter), Michael Berg (Krone), König Rene Borghoff, David Just (Apfel), Niklas Hansen (Fässchen) sowie (hinten von links) Adjutant Dirk Maschkio und Barbara Schlüter (Fässchen)
Sie waren die Besten beim Winterschützenfest: (vorne von links) Tim Baron (Zepter), Michael Berg (Krone), König Rene Borghoff, David Just (Apfel), Niklas Hansen (Fässchen) sowie (hinten von links) Adjutant Dirk Maschkio und Barbara Schlüter (Fässchen) Foto: Hans Büttner

»Bereits kurz nach der Bekanntgabe des Termins waren alle Tische in unserer Schützenhalle ausgebucht«, berichtete ein hoch zufriedener Jan Wieseler, Schriftführer des Schützenvereins. In der Tat: Bus an Bus, Auto an Auto rollten am späten Samstagnachmittag in Weiberg vor. Und an den Kennzeichen der Fahrzeuge war zu erkennen, dass die Einladung zum Winterschützenfest Gäste aus ganz Ostwestfalen und dem Sauerland ins schneefreie, aber drei Grad kalte Weiberg angezogen hat.

Jeder durfte mitschießen

Begrüßt von den Musikern des Weiberger Musikvereins, nahmen die Gäste zunächst ihre Plätze in der Halle ein, um sich kurze Zeit später bereits auf den ersten Höhepunkt, das Vogelschießen, einzustimmen. Jede Menge Namen hatten die Vorstandsmitglieder auf ihre Bewerberliste zu schreiben, denn jeder, der wollte, konnte mitmachen – egal ob Mann oder Frau, egal ob Schütze oder Amateur. Nur 18 Jahre alt mussten die Bewerber sein.

Viele Gäste feiern in Uniform mit

Weiberger Kinder hatten dem Schützenvogel ein buntes Federkleid verliehen und die Feuerwehr den Schießplatz und den Kugelfang hell erleuchtet. Natürlich gab es auch Glühwein, Bratwurst und andere Schützenfest-Spezialitäten. Viele der Gäste waren in ihren Uniformen und Schützenfestkleidern gekommen, manche Könige und Königinnen waren dabei und manche hatten gleich ihren ganzen Hofstaat mitgebracht.

22 Liter Freibier für den König

Der Mann am Mikrofon war Andreas Mühlenbein, der die Fans immer wieder dazu animierte, ihre Schützen lautstark zu unterstützen. Schießmeister Albert Sprenger half auch schon mal mit, wenn eine Anwärterin zu großen Respekt vor der Waffe hatte. Nach knapp einer Stunde und 95 Schuss sah der Holzvogel zwar noch recht gut aus, hatte aber gegen den treffsicheren Rene Borghoff keine Chance. Der 20-jährige Auszubildende konnte sein Glück kaum fassen, da hatten ihn seine Freunde auch schon auf ihre Schultern gehoben. Mit Marschmusik ging es im Festzug in die Halle, wo der 1. Weiberger Winterschützenkönig auf der Theke unter dem Jubel der Gäste seinen Orden erhielt und sich über 22 Liter Freibier freuen konnte.

Auch die Prinzen werden geehrt

Orden bekamen auch die Winterprinzen David Just aus Steinhausen (Apfelprinz), Tim Baron aus Ahden (Zepter) und Michael Berg aus Grundsteinheim (Krone) sowie Barbara Schlüter aus Wei­berg als Fasskönigin angeheftet. Nach dem offiziellen Teil war Party angesagt. Die Weiberger Musiker heizten den Wintergästen richtig ein, und das Schützenfestvolk, das in allen Altersklassen vertreten war, genoss den Abend in vollen Zügen.

Großes Eierbacken zum Abschluss in der Schützenhalle

Natürlich durfte auch das Eierbacken nicht fehlen. Allerdings fand das nicht, wie es beim Sommerschützenfest in Weiberg Tradition ist, in den Privathaushalten statt, sondern um Mitternacht in der Schützenhalle. Klar, dass nach einem solchen Erfolg die Weiberger Schützen das Winterschützenfest zu einer festen Einrichtung machen wollen.

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