Energie-Genossenschaft Bürgerwind Westfalen trotzt dem Wetter Wenig Wind – gute Dividende

Büren-Wewelsburg (WB). Eine »rundum harmonische Genossenschaftsversammlung« hätten 160 Energiegenossen in der Wewelsburger Schützenhalle erlebt. Das hat jetzt Bürgerwind Westfalen mitgeteilt. Dabei habe die erste Nachricht von Vorstandsmitglied Catharina Hoff eigentlich keinen Grund zur Freude geboten.

Führen und kontrollieren die Genossenschaft ehrenamtlich (von rechts): Aufsichtsratsmitglieder Thomas Tölle, Peter Gödde und Hubert Böddeker sowie Vorstandsmitglied Catharina Hoff, Steuerberaterin Veronika Bufo und die Vorstandsmitglieder Friedbert Agethen und Martin Risse .
Führen und kontrollieren die Genossenschaft ehrenamtlich (von rechts): Aufsichtsratsmitglieder Thomas Tölle, Peter Gödde und Hubert Böddeker sowie Vorstandsmitglied Catharina Hoff, Steuerberaterin Veronika Bufo und die Vorstandsmitglieder Friedbert Agethen und Martin Risse . Foto: WB

Denn das Jahr 2016 sei ein so genanntes 83-Prozent-Windjahr gewesen – es sei schlicht weniger windig gewesen als im langjährigen Durchschnitt. Die Genossenschaft habe also sowohl mit ihren zwei eigenen Windkraftanlagen in Haaren-Leiberg und Huser Klee als auch mit ihren Beteiligungen an elf Windparks weniger Erlöse generieren können als erhofft.

Trotzdem schlugen Aufsichtsrat und Vorstand vor, den 1125 Mitgliedern der Bürgerwind Westfalen EG eine fünfprozentige Dividende auszuzahlen. »Wir sind trotz des schlechten Windjahres in der Lage, für 2016 rund eine Million Euro an Menschen vorrangig in unserer Region auszuschütten«, freute sich Vorstandsmitglied Friedbert Agethen.

Ökostrom-Produktion für 13.000 Durchschnittshaushalte

Er präsentierte auch besonders gute Zahlen bezüglich der Verfügbarkeit der Windkraftanlagen. Im Schnitt seien die Maschinen zu 99 Prozent produktionsbereit. Auch die im vergangenen Jahr noch kritisierten Zwangsabschaltungen der Anlagen durch Netzbetreiber seien im Jahr 2016 stark zurückgegangen, was die Genossen erfreut zur Kenntnis nahmen.

Die Bürgerwind Westfalen hat nach eigenen Angaben mit ihrem Genossenschaftskapital von knapp 21 Millionen Euro allein im vergangenen Jahr die Ökostrom-Produktion für 13.000 Durchschnittshaushalte ermöglicht. Dadurch seien nach Berechnungen der Genossenschaft der Abbau und die Verbrennung von 56.000 Tonnen Braunkohle vermieden worden. Das entspreche einem Zug mit 1400 Waggons voll mit Kohle.

Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Böddeker, der bei der Jahreshauptversammlung einstimmig für drei weitere Jahre im Amt bestätigt wurde, sprach von einer bestens aufgestellten Genossenschaft. Auch die Prüfung der Bücher durch die Behörden sei wieder völlig problemlos verlaufen. Böddeker erklärte: »Man merkt, wir sind im sechsten Jahr unseres Bestehens ein bestens eingeschwungenes Team.« Er bedankte sich sowohl bei seinen Aufsichtsratskollegen Thomas Tölle und Peter Gödde als auch bei den Vorständen Catharina Hoff, Friedbert Agethen und Martin Risse für die ehrenamtlich geleistete Arbeit.

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