Gemeinde Borchen beteiligt sich an Orangen-Aktion „Süß statt bitter“ der evangelischen Kirche von Westfalen
Zeichen gegen moderne Sklaverei

Borchen -

„Süß statt bitter“ lautet das Motto einer Aktion, mit der die Evangelische Kirche von Westfalen gemeinsam mit anderen Organisationen auf unmenschliche Zustände und moderne Sklaverei bei der Obsternte in Süditalien aufmerksam machen will. Auch die Gemeinde Borchen beteiligt sich daran.

Donnerstag, 04.02.2021, 02:00 Uhr
Stellen die Aktion „Süß statt bitter“ in der Gemeinde Borchen vor (von links): Felix Fischer (Combi Markt Fischer Borchen), Elisabeth Rüsing (Fairtrade Gemeinde Borchen), Cornelia Michaelis (Combi), Corin Behler (Presbyterin der Evangelischen Stephanus-Kirchengemeinde Borchen) und Kerstin Hayn (HOT Borchen). Foto: Thomas Finke

(som). Die Orangenernte hat in Süditalien gerade in der Winterzeit Hochkonjunktur. „Die Erntehelfer – rund 2000 Wanderarbeiter und Geflüchtete – bekommen allerdings nur einen Hungerlohn von etwa 25 Euro für einen langen Tag knochenharter Arbeit. Zudem müssen sie im nasskalten Winter unter erbärmlichsten Bedingungen in Zelten, Containern und Hütten hausen“, teilt die Evangelische Kirche von Westfalen mit.

Die Aktion gegen moderne Sklaverei ist gestartet. Es werden wieder öko-faire Orangen der genossenschaftsähnlichen Initiative „SOS Rosarno“ aus Kalabrien in Ostwestfalen, im Münsterland, aber auch am Niederrhein verteilt und verkauft. Der Verein vertreibt Bio-Orangen. Die Bauern erhalten faire Preise und die Wanderarbeiter den Mindestlohn und eine Sozialversicherung.

Geliefert werden mehr als 16 Tonnen an Welt-, Unverpackt- und Naturkostläden sowie an Kirchen-, Pfarr- und Fairtrade-Gemeinden. Auch die Fairtrade-Gemeinde Borchen beteiligt sich.

450 Kilogramm der fair und ökologisch produzierten Orangen sind am 2. Februar in Borchen eingetroffen. Drei Akteure kümmern sich jetzt darum, die Früchte „unters Volk“ zu bringen: die evangelische Stephanus-Gemeinde, die Fairtrade-Gemeinde sowie der Combi-Verbrauchermarkt Felix Fischer. Die Stephanusgemeinde und die Gemeinde Borchen verteilen die Orange über ihre Einrichtungen. Der Combi-Verbrauchermarkt bietet die Orangen von sofort an lose oder als komplette Kiste zum Verkauf an. Die Hälfte des Umsatzes aus dieser Aktion wird an das Jugendzentrum HOT der Stephanusgemeinde gespendet.

Wer sich noch weitergehend informieren möchte, kann dies mit einem Info-Heft tun, dass extra für Aktion „Süß statt bitter“ erstellt wurde. Neben weitergehenden Informationen zum Projekt sind auch verschiedene Rezepte zur Orangenverarbeitung enthalten. Die Hefte liegen im Combi-Markt aus und werden zudem bei der Verteilung an die Einrichtungen mitgeliefert.

Die Aktion hat Katja Breyer vom landeskirchlichen Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung initiiert. Es sei beeindruckend, wie viele Menschen das Anliegen unterstützen: „Hierbei werden Mitmenschlichkeit und Solidarität erlebbar. Wir werden die Aktion fortsetzen“, sagt Katja Breyer.

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