Jugendtreff Borchen stellt Programm vor
Mit Spiel und Spaß durch das Jahr

Borchen (WB). Basteln, Werken, Kegeln oder einfach nur mit Freunden Spaß haben. Im Haus der offenen Tür (Hot) in Borchen ist für Kinder und Jugendliche alles möglich. Denn in diesem Herbst hat der Jugendtreff einen besonders gut gefüllten Terminkalender und bietet ein kreatives Programm für die kommenden Monate.

Mittwoch, 07.10.2020, 02:52 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 12:10 Uhr

„Normalerweise haben wir in der Zeit zwischen den Sommer- und Herbstferien nicht so viele Angebote, aber in diesem Jahr ist das ganz anders“, sagt Till Bäcker, der als Sozialarbeiter fest angestellt im Hot ist. Mit den insgesamt 23 verschiedenen Aktionen von Oktober bis Januar bietet der Jugendtreff viele Möglichkeiten. Die Nachfrage ist groß und das trotz der Pandemie, die auch das Hot im März zur Schließung zwang. Mitarbeiterin Jule Frielingsdorf erinnert sich: „Wir mussten wirklich von einem auf den anderen Tag schließen.“ Somit sei für viele Kinder und Jugendliche ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags weggefallen. Um dem entgegenzuwirken, entwickelte das Team des Jugendtreffs einige kreative Anreize, mit denen sich die Borchener zu beschäftigen wussten. Statt des sonst üblichen Osterferienprogramms folgten digitale Angebote wie Challenges in den sozialen Netzwerken. Außerdem konnten sich Interessierte am „Zaun gegen Langeweile“ jede Menge Rätsel und Bücher abholen.

„Die Öffnung nach dem Lockdown kam für uns dann sehr überraschend am 25. Mai“, sagt Bäcker, „Alles ging plötzlich sehr schnell.“ Doch nach einigen Gesprächen mit der Kommune und dem Träger des Jugendtreffs, der evangelischen Kirchengemeinde Stephanus in Borchen, stand dem Hot nichts mehr im Wege. Nach und nach kam wieder Leben in das Haus – natürlich nur unter Hygienebedingungen und mit Mundschutz.

An der Theke im Jugendtreff können Getränke und Snacks erworben sowie Spiele ausgeliehen werden.

An der Theke im Jugendtreff können Getränke und Snacks erworben sowie Spiele ausgeliehen werden. Foto: Rebecca Borde

„Anfangs wurden unsere Angebote nur sehr schleppend angenommen“, sagt Jule Frielingsdorf. Viele der Kinder und Jugendlichen hatten sich noch nicht an die neuen Regeln gewöhnt, waren unsicher und fanden wenig Gefallen an ihren Schutzmasken. Auch während der Sommerferien machte sich dies in den Kursen bemerkbar. Jule Frielingsdorf: „Teilweise kam es vor, dass wir in einem Bastelkurs nur ein Kind hatten oder dass einige, die angemeldet waren, nicht kamen.“

Als sich die Kinder schließlich mehr an die neue Situation gewöhnt zu haben schienen, besuchten sie den Jugendtreff wieder zahlreicher. Doch einige Veränderungen machten sich bemerkbar: „Eigentlich lag das Durchschnittsalter bei acht bis elf Jahren, aber seit den Sommerferien haben wir vor allem 12- bis 15-Jährige hier“, sagt Till Bäcker.

Die Kurse in den Herbstferien müssen in eingeschränkter Form stattfinden. Laut Vorschriften dürfen bis zu 20 Personen in ein Projekt involviert sein, sodass neben drei erwachsenen Betreuern 17 Kinder teilnehmen können. Das Mindestalter ändert sich dabei je nach Angebot. Während das weihnachtliche Töpfern bereits ab dem ersten Schuljahr möglich ist, wird der Workshop zum Gestalten von Taschen mit Siebdruck erst ab dem dritten Schuljahr angeboten. Dieses leitet der studentische Praktikant des Hot, Michael Gievers. Aktuell unterstützt er das vierköpfige Team um Jule Frielingsdorf, Till Bäcker, Martina Hayn und Kerstin Hayn.

Auf den Eingang zum Haus der offenen Tür wird mit einem bunten Graffiti hingewiesen.

Auf den Eingang zum Haus der offenen Tür wird mit einem bunten Graffiti hingewiesen. Foto: Rebecca Borde

„Das Besondere an unserem Team ist, dass jeder seinen Fachbereich hat“, sagt Bäcker. So könne das Herbst- und Winterprogramm Vielfalt bieten und erstreckt sich vom einfachen Basteln bis hin zu einem Ausflug in den Freizeitpark Fort Fun und einem Virtual-Reality-Projekt mit VR-Brillen. Wichtig sei dem Team hierbei ebenfalls die Kreativität und Selbstständigkeit der Kinder. „Am Ende entstehen wirklich coole Produkte, und jeder hat etwas, das er aus dem Workshop mitnehmen kann“, meint Bäcker.

Anmeldungen für das Winterprogramm sind von Montag, 12. Oktober, an persönlich im Stephanushaus in Borchen möglich sowie telefonisch unter Tel. 05251/388163. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 15 bis 19 Uhr.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7621000?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851063%2F
1000 neue Stellen für Corona-Nachverfolgung in NRW
Armin Laschet (CDU, links) nordrhein-westfälischer Ministerpräsident, und Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, beantworten die Fragen von Journalisten. Foto: Federico Gambarini/dpa
Nachrichten-Ticker