Borchens Bürgermeister Reiner Allerdissen weist Vorwürfe der FDP scharf zurück
„Völlig aus der Luft gegriffen“

Borchen (WB/som). Borchens Bürgermeister Reiner Allerdissen (SPD) weist in einer Erklärung die Aussagen der FDP zum angeblichen Frust der hiesigen Unternehmen mit der Verwaltung scharf zurück: „Die völlig aus der Luft gegriffenen und durch nichts belegten Vorwürfe von Herrn Welsing an die Verwaltung kann man nur als unanständig bezeichnen.“

Mittwoch, 09.09.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 09:22 Uhr
Borchens Bürgermeister Reiner Allerdissen. Foto: Jörn Hannemann

Gerade im Bereich des Gewerbes habe die Gemeinde seit Jahren eine äußerst positive Entwicklung erlebt. „So habe ich die Borchener Unternehmen in den vergangenen Jahren regelmäßig besucht und konnte mich von ihrer außergewöhnlichen Leistungsfähigkeit überzeugen“, äußert sich Allerdissen. Regelmäßig erhalte er dabei viel Lob für den Gewerbestandort und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde: „Kein Wunder, dass von der Gemeinde Borchen zurzeit trotz großer Nachfrage kein Gewerbegrundstück angeboten werden kann.“

Das belege auch die Standortuntersuchung der IHK, die 2018/2019 durchgeführt wurde und für den Gewerbestandort Borchen durchweg gute Ergebnisse erbracht habe. „Dies auch hinsichtlich der Rückmeldungen der Unternehmer zur Standortzufriedenheit. Auch das straft die Ausführungen von Herrn Welsing und Herrn Gockel Lügen“, betont Reiner Allerdissen.

Uwe Gockel ist unabhängiger Bürgermeisterkandidat bei der anstehenden Kommunalwahl.

Allerdissen: völlig unzutreffende Eindrücke

Allerdissen: „Ich habe mich bei der Bezirksregierung erfolgreich für die Erweiterung des Gewerbegebietes in Alfen eingesetzt und konnte für die Firma WAP die dringend erforderliche Erweiterung des Betriebsgeländes trotz vieler Probleme durchsetzen.“

Auch Glasfaseranschlüsse für die Betriebe in Borchen, die so dringend von den Unternehmen gewünscht wurden, seien Realität. Im Alfener Gewerbegebiet gebe es sogar zwei Anbieter. Auf Initiative der Gemeinde und mit viel Einsatz der zuständigen Mitarbeiterin sei das Gewerbe zudem mit der Sekundarschule besser verzahnt worden. Sowohl mit der Unternehmensrallye als auch mit Blick auf die Probleme der Unternehmen, Nachwuchs zu finden.

Zudem verweist Reiner Allerdissen darauf, dass die neue Einzelhandelsfläche in Kirchborchen hervorragend angenommen werde, auch von vielen Menschen außerhalb der Gemeinde: „Ein echter Mehrwert für das Borchener Gewerbe.“ Aktuell habe Borchen nun eine Kinderarztpraxis mit Kassenzulassung, für die er sich intensiv eingesetzt habe. Allerdissen: „Aber auch die Tatsache, dass in Borchen alle Kinder einen Betreuungsplatz finden können, kommt den Unternehmen zugute.“

Diese Aufzählung bietet nach Aussagen Allerdissens nur einen kleinen Ausschnitt der intensiven Aktivitäten der Gemeinde, „aber auch von mir persönlich, für die Interessen des Borchener Gewerbes. Genau das werde ich auch in Zukunft tun“, betont er und sagt: „Einfach irgendetwas behaupten, ohne auch nur ansatzweise Ross und Reiter zu nennen, bin ich von Teilen der Politik Borchens aus den vergangenen Jahren nur allzu gewohnt. Schade, dass es im Wahlkampf nicht zu etwas mehr reicht. Ich bedaure sehr, dass bei den Menschen hier so kurz vor der Wahlentscheidung vielleicht völlig unzutreffende Eindrücke entstanden sind.“

FDP: Unternehmen hätten Angst vor Repressalien

Die FDP Borchen hatte, wie berichtet, mitgeteilt, Unternehmen hätten ihr gegenüber Frust in der Zusammenarbeit mit der Verwaltungsspitze geäußert und negative Erlebnisse und Erfahrungen geschildert. Ins Detail gehen wollte der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Marcel Welsing auch am Dienstag nicht, was genau damit gemeint sei: „Ich stehe bei den Unternehmen im Wort. Deswegen werde ich nichts dazu sagen.“

Die FDP hatte unter anderem geäußert, dass Unternehmen Angst vor Repressalien von Seiten der Verwaltung hätten. Auch hierzu bezog Allerdissen Stellung: „Mit einer Angst der Unternehmer vor Repressalien durch den Bürgermeister gegen die Unternehmen zu argumentieren, ist einfach nur noch peinlich. Abgesehen davon, dass Angst glücklicherweise nicht zu den Haupteigenschaften eines Unternehmers gehört – schon gar nicht in Borchen – gibt es solch eine Möglichkeit zur Repression überhaupt nicht.“

Auf Anfrage dieser Zeitung wollten sich die Unternehmen des Gewerbegebiets Borchen am Dienstag nicht zu den Aussagen der FDP äußern.

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