Sportholzfäller Andreas Striewe steigt in die Saison ein
Ein Ettelner will’s wissen

Borchen (WB). Nachdem erst vor wenigen Wochen bekannt gegeben worden war, dass auch in diesem Jahr Timbersports-Wettkämpfe in Deutschland durchgeführt werden können, ist der Saisonauftakt bereits in Sichtweite: Schon am Sonntag, 23. August, treffen sich die besten Sportholzfällerinnen und Sportholzfäller in Mellrichstadt (Bayern), um die Saison einzuläuten. Die Veranstaltung findet ohne externes Publikum vor Ort und unter Berücksichtigung eines besonderen Hygienekonzeptes statt. Auch Andreas Striewe aus Etteln geht an den Start, um sich mit der harten Konkurrenz zu messen.

Mittwoch, 12.08.2020, 09:33 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 09:36 Uhr
Eine von insgesamt sechs Disziplinen, die Andreas Striewe hier absolviert, ist das möglichst schnelle Sägen von Baumscheiben mit einer leistungsstarken Motorsäge. Foto: Stihl Timbersports

Neben den besten Sportholzfällerinnen und Sportholzfällern treffen sich hier auch Deutschlands Rookies und Intermediates, um den besten Nachwuchsathleten zu ermitteln. Andreas Striewe, der im Herren-Wettkampf um Punkte kämpft, hat die lange Vorbereitungszeit genutzt, um sich auf die Saison vorzubereiten: „Ich habe mich wie gewohnt mit beständigem Training fit gehalten und viel am Holz trainiert. Es gibt immer etwas, woran man arbeiten kann, da man in diesem tollen Sport nie auslernt“, blickt der 34-Jährige zurück. Trotz des harten Trainings will Striewe noch keine Prognose wagen und meint: „Ich muss abwarten, wie ich in die Saison starte und werde dann sehen, was ich in diesem Jahr erreichen kann.“

„Man muss ein wenig bekloppt sein“

Nachdem die Deutsche Meisterschaft im vergangenen Jahr jedoch unglücklich verlief und Striewe auf dem zehnten Platz landete, sei das Ziel „das Vorjahr auszublenden und die eigene Leistung zu steigern“, sagt der Borchener, der von selbst sagt, „dass man ein wenig bekloppt sein muss, um diesen Sport zu betreiben“ – aber natürlich braucht es vor allem physische und mentale Fitness.

Trotz der scharfen Äxte und Sägen sei der Sport nicht gefährlich, meint der gelernte Landschaftsgärtner Andreas Striewe: »Jeder beginnt erst mal mit leichten Disziplinen und man hat immer Schutzkleidung an. Da passiert eigentlich nie etwas. Wenn überhaupt mal kleinere Schnittverletzungen.« Zu seiner Schutzkleidung zählen Schnittschutzhosen, Augen- und Ohrenschutz und Kettensocken, die bis zum Knie reichen.

DM am 13. September

Für Andreas Striewe, der nach einem Schnuppertraining vor 13 Jahren mit der Sportholzfällerei begonnen hat, geht es neben dem prestigeträchtigen Amarok Cup nämlich gleichzeitig auch um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft 2020: Im Kampf um den nationalen Titel treffen sich nämlich nur die besten zehn Athleten am Sonntag, 13. September, in den Bavaria-Filmstudios in München.

Generell ist Sportholzfällen eher in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg verbreitet. Seit 1850 gibt es die Sportart schon und seit 1985 gibt es Wettkämpfe mit sechs Disziplinen, die unter Stihl organisiert werden. In Deutschland gibt es mehr als 50 Sportler.

Christin Rathke, Managerin der Stihl-Timbersports-Series Deutschland, freut sich auf den Saisonauftakt, auch wenn sie dabei eine Sache ganz besonders vermissen wird: „Natürlich werden unsere Fans uns sehr fehlen, doch die Gesundheit aller Beteiligten hat oberste Priorität. Wir sind überzeugt, dass unser Stützpunkt in dieser Situation beste Voraussetzungen für unsere Wettkämpfe bietet und wir freuen uns einfach, dass es endlich wieder losgeht.“

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