Neues Konzept für das Begegnungszentrum in Borchen
Alltagsthemen als Programm

Borchen (WB/bel). Das Begegnungszentrum am Mallinckrodt­hof in Borchen als Treffpunkt von Jung und Alt soll seinem Namen alle Ehre machen: Ein Leaderprojekt soll nun umgesetzt werden mit einem breit gefächerten Angebot für alle Generationen: als Theaterort, Nähstätte, Anlaufpunkt für Hundebesitzer oder Koch- und Bastlertreff.

Montag, 04.11.2019, 09:50 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 09:52 Uhr
Das moderne Begegnungszentrum am Mallinckrodthof in Borchen soll ein neues Konzept erfahren. Für alle Altersgruppen wird ein breit gefächertes Angebot als Treffpunkt unterschiedlichster Interessen vorgeschlagen. Foto: Jörn Hannemann

Ein entsprechendes Konzept, das aus einem Leaderprojekt einer lokalen Aktionsgruppe weiter entwickelt wurde, schlägt die Verwaltung jetzt der Politik eine entsprechende Umsetzung in den kommenden drei Jahren mit einem Gesamtvolumen von 270.000 Euro vor. Beraten wird es in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 7. November. Das vor einem Jahr für 1,1 Millionen Euro errichtete Haus im modernen Bauhausstil, umgeben vom historischen Ambiente des Mallinck­rodthofes, soll danach nicht nur Heimat für Borchener Vereine wie dem Bläserchor oder der Musikschule sein.

Auf den knapp 400 Quadratmetern Nutzfläche mit großem Saal und einer modernen Küche soll es Anlaufpunkt für vielfältigste Begegnungen werden: Konkret geplant sind in dem Konzept, zu dem die Gemeinde einen Kostenanteil von 94.000 Euro beisteuern würde, in der ersten Phase 14-tägige Theatervorstellungen für alle Altersgruppen, ein monatlicher Tanztee sowie ein monatlicher Kartenspiel- und Nähtreff. Die Koordination aller Interessenten und Gruppen würde eine neue Halbtagsstelle für die kommenden drei Jahre übernehmen. Der Start des Konzeptes könnte bereits im kommenden Jahr erfolgen. Bereits in den vergangenen Jahren haben sich die Räumlichkeiten des Mallinckrodt­hofes in Borchen als zentrale Stelle beispielsweise für Veranstaltungen des Kulturkreises Borchen oder der VHS herauskristallisiert.

56 Veranstaltungen mit einem Erlös von 20.000 Euro

In einer zweiten Phase sind nach Vorstellungen der Projektgruppe die verschiedensten Themen umzusetzen: So beispielsweise das Handwerken für »Menschen mit zwei linken Händen« oder die Praxisanleitung »Wie nähe ich einen Knopf an?«. Kochtreff, Gartentreff, Akkuschrauber für Beginner, Hundebesitzer-Meeting oder Kochen für »Küchenhasser« sind nur einige der Vorschläge an offenen Angebote, die dann in diesem Begegnungszentrum stattfinden sollen. Gedacht ist vor allem an die Alltagstauglichkeit der Themen wie Smartphone-Nutzung oder der Durchblick bei Formularen von Ämtern und Behörden.

Außerdem soll es im Begegnungszentrum einen monatlichen offenen Termin geben als Anlaufstelle für alle Beteiligten an der Koordination und mögliche Ideengebern. Grundsätzlich sieht das Vorhaben nach der Etablierung eines entsprechenden Projektes in den ersten beiden Jahren die Verselbstständigung des Konzeptes vor.

Die Ideengeber hoffen auf die Etablierung einer festen Gruppe, die den monatliches Treff übernimmt und dann auch die Verantwortung für die Unterstützung der einzelnen Angebote. Alternativ käme ansonsten ein Sponsor in Betracht, der langfristig die Finanzierung sichert. Nach derzeitiger Schätzung geht die Verwaltung davon aus, dass im ersten Jahr etwa 56 Veranstaltungen mit einem Erlös von 20.000 Euro stattfinden können. Dieses Volumen könnte dann im zweiten Jahr auf das Doppelte aufgestockt werden.

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