Minderjährige Flüchtlinge sind in Borchen drei Jahre lang begleitet worden
Abschied von der Bethel-Stiftung

Borchen (WB). Eine ungewöhnliche Wohngruppe in Borchen ist jetzt aufgelöst worden. Seit drei Jahren gab es im Stephanushaus der evangelischen Kirchengemeinde in Borchen unter den Leitung der Stiftung Bethel aus Bielefeld eine Wohngruppe für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge.

Freitag, 06.09.2019, 09:07 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 09:10 Uhr
Dr. Thomas Witt, Pfarrverwalter des katholischen Pastoralverbands Borchen, stellte sich an seinem ersten offiziellen Arbeitstag in Borchen bei der Abschiedsfeier im Stephanushaus vor.

Die Jugendhilfe Bethel hatte in dem Gebäude-Komplex 250 Quadratmeter für drei Jahre zur Integration der Jugend­lichen angemietet. Im ehemaligen Gästehaus der Gemeinde waren dies außer den elf Gästezimmern eine Teeküche, ein kleines Wohnzimmer sowie zwei ­Büros.

Der jetzigen Einladung zum offiziellen Abschied von der Stiftung Bethel in einer Feierstunde folgten Bürgermeister Rainer Allerdissen, Mitarbeiter der Stiftung Bethel und Gäste aus der Gemeinde. Dr. Thomas Witt, Pfarrverwalter des katholischen Pastoralverbands Borchen, nutzte die Möglichkeit, sich in der Ökumene an seinem ersten offiziellen Arbeitstag in Borchen in seiner neuen Funktion vorzustellen.

Das passte hervorragend, da er als Flüchtlingsbeauftragter der Erzdiözese Paderborn bestens mit der Situation geflüchteter Menschen vertraut ist. Pfarrerin Sabine Sarpe dankte der Stiftung Bethel für die gute und reibungslose Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren, in denen die Gemeinde den jungen Menschen nach ihrer oft traumatischen Flucht ein vorübergehendes Zuhause bieten konnte. Stellvertretend übergab sie einen Blumenstrauß an Heinz Vollmer, den Regionalleiter der Stiftung Bethel, der dankend auf die zurückliegende Zeit zurückblickte.

Die meisten der insgesamt 31 jungen Männer, die zwischenzeitlich im Stephanushaus in Borchen gelebt haben, haben nun eine Arbeit oder besuchen weiterhin die Schule.

Das Gästehaus der Kirchen­gemeinde diente ursprünglich Familienfreizeiten und der Unterbringung von Gästen des Kirchenkreises. Geändertes Freizeitverhalten machte die Belegung jedoch zunehmend schwieriger.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6903979?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851063%2F
Herr Nürnberger, wie geht’s weiter?
„Wenn die Verbreitung des Virus weiter so stark zunimmt, haben wir volle Arztpraxen und Kliniken.“ Foto: Bernhard Pierel
Nachrichten-Ticker