Markus Hüster gewinnt das Kaiserschießen in Alfen
Ein denkwürdiger Tag

Borchen (WB). Jubelschützenfest und dann noch den Kaiservogel runtergeholt – die vergangenen vier Tage wird Markus Hüster so schnell nicht vergessen.

Montag, 08.07.2019, 20:00 Uhr
Der Kaiser strahlte. Markus Hüster (Mitte) holte den von Dietmar Ahrens (links) gebauten Vogel aus dem Kugelfang. Karl-Stefan Mura wurde am Montag Apfelprinz. Foto: Dietmar Kemper

Der Oberst der Sankt-Hubertus-Schützenbruderschaft Alfen war bereits zwei Mal König: 1994 und 2016. Seit Montag um 12.25 Uhr ist er auch Kaiser. Das Schießen um den Kaisertitel, an dem sich 34 ehemalige Majestäten und der amtierende König Stefan Gerasch beteiligten, verlief denkwürdig.

Zepter und Krone fallen gleichzeitig zu Boden

Zum einen erwies sich der von Dietmar Ahrens gebaute Vogel als zäh, und zum anderen gelang Markus Hüster ein seltenes Kunststück. Erst schoss er so, dass gleichzeitig das Zepter und die Krone zu Boden fielen. War die Kuriosität das Ergebnis eines Querschlägers? Die Frage wird sich wohl nicht endgültig klären lassen, aber die, wer Kaiser werden wird, war mit dem 109. Schuss mittags beantwortet. Wieder trat Hüster an den Schießstand, zielte, feuerte und traf. Der Rest des hölzernen Rumpfes taumelte zu Boden, und danach nahmen die Schützen ihren treffsicheren Bruder in den Arm, der viele Hände schütteln musste.

Für Hüster, der als Technischer Angestellter bei der Firma Gilbarco in Salzkotten arbeitet, war es der persönliche Höhepunkt des Jubelschützenfestes. Die Bruderschaft mit 473 Mitgliedern, nach dem Sportverein SV RW Alfen zweitgrößter Verein im Dorf, existiert bekanntlich seit 150 Jahren.

Und zum runden Geburtstag gab es eben nicht nur das Kaiserschießen, sondern auch die Wertschätzung der Bevölkerung und der ebenfalls die Liebe zur Heimat im Herzen tragenden Schützen aus dem Umland. Zum Festumzug kamen 14 Gastvereine sowie zehn Musikvereine und Spielmannszüge.

Oberst: »Es war ein rundum gelungenes Fest«

»Es war ein rundum gelungenes Fest mit einer Superstimmung an allen Tagen. Es war ein Fest ohne Ausschreitungen oder Pöbeleien«, resümierte der Oberst zufrieden. Der 52-Jährige ist davon überzeugt, dass sich die 20 Monate Vorbereitungszeit gelohnt haben. Auch nach dem Jubelfest werde die Bruderschaft das Dorfleben nach Kräften unterstützen, versprach er. Alfen mag seine Schützen – das zeigten allein schon die Miniaturfiguren vor so manchem Haus.

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