LWL fordert Lärchenholzverkleidung für den umstrittenen Aufzug in Borchen Baustopp am Mallinckrodthof aufgehoben

Borchen (WB/bel). Die Arbeiten am Aufzug des Mallinckrodthofes gehen weiter. Den Baustopp hob der Rat in seiner Sitzung am Montagabend auf. Gleichzeitig soll der LWL als Denkmalschutzbehörde vor der endgültigen Außengestaltung dem Rat den aktuellen Vorschlag mit der Lärchenholzverkleidung vorstellen. Vorausgegangen war dem Beschluss ein kurzfristig eingereichter CDU-Antrag, wonach die Verwaltung dem Rat drei Verkleidungsvarianten zur Entscheidung vorlegen soll.

Der LWL will für den Betonaufzug eine Verkleidung aus Lärchenholz in aufgelockerter Querverstrebung.
Der LWL will für den Betonaufzug eine Verkleidung aus Lärchenholz in aufgelockerter Querverstrebung. Foto: Jörn Hannemann

Diesen Antrag lehnte Bürgermeister Reiner Allerdissen grundsätzlich ab , da beim Aufzug nicht der Rat das Entscheidungsgremium sei, sondern ausschließlich der LWL. Es gebe hier keine »basisdemokratische Entscheidung« zitierte der Bürgermeister die klare Aussage des LWL in dieser Frage. Eine Entscheidung des LWL könne allenfalls juristisch aufgerollt werden.

Dem Rat wurde anschließend eine optische Visualisierung des Aufzuges präsentiert als Ergebnis der Gespräche mit dem LWL bei einem Ortstermin am 20. Januar. Danach soll die Betonfassade durch eine Lärchenholzverkleidung aufgewertet werden. Die einzelnen Quer-Stäbe sollen dabei in Abständen von fünf bis zehn Zentimetern rund um den Beton angebracht werden. Die Abstände wiederum sollen variieren, gleichzeitig soll aber auch der Beton sichtbar bleiben.

In der Diskussion um die Verkleidung unterstrich Allerdissen, dass man seitens der Gemeinde auch Vorschläge für andere Materialien für die Verkleidung gemacht habe, diese jedoch vom LWL abgelehnt worden seien.

Eine ganz andere Diskussion löste die Frage von CDU-Ratsherr Markus Reinstädler nach der Kindersicherheit aus. Diese Leiterstruktur mit den offenen Abständen lade regelrecht zum Klettern auf dem zugänglichen Aufzug ein, warnte er.

Auch Carsten Koch von der FWB hob hervor, dass solchen Querführungen beispielsweise bei Treppen aus Gründen der Kindersicherheit nicht erlaubt seien. Die Gemeinde will jetzt einen Vorstellungstermin für diese Planung beim LWL anfragen. Sollte dieser jedoch nicht stattfinden, kommt die Lärchenholzvariante zum Tragen.

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