CDU und Grüne setzen sich auch in der Verlängerung im Windkraftstreit durch Gemeinde Borchen muss Klage zurückziehen

Borchen (WB/per). Die Gemeinde Borchen wird keine Rechtsmittel gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes Minden vom Oktober vergangenen Jahres einlegen. Das haben in einer Sondersitzung am Montagabend CDU und Grüne mehrheitlich durchgesetzt. Damit dürfte der Weg für zehn Windkraftanlagen in Etteln und Dörenhagen, deren Bau zuletzt wegen des schwebenden Verfahrens ausgesetzt worden war, frei sein.

In Nachbarschaft des Naturschutzgebietes Sauertal, das auf Borchener und Lichtenauer Gebiet liegt, drehen sich bereits zahlreiche Windkraftanlagen. Nach dem jüngsten Ratsbeschluss könnten sich bald weitere hinzu gesellen.
In Nachbarschaft des Naturschutzgebietes Sauertal, das auf Borchener und Lichtenauer Gebiet liegt, drehen sich bereits zahlreiche Windkraftanlagen. Nach dem jüngsten Ratsbeschluss könnten sich bald weitere hinzu gesellen. Foto: WB

Rund 100 Zuhörer verfolgten die teils hitzig geführte Debatte. Diese hatten SPD und CDU bereits vor knapp zwei Wochen geführt. Damals hatten sich Christdemokraten und Grüne hauchdünn durchgesetzt. Allerdings hatte Bürgermeister Reiner Allerdissen (SPD) den Beschluss kassiert, da er befürchtete, dass das Wohl der Bürger gefährdet sei. Die Union machte ihrerseits auch in der Sitzung am Montag deutlich, dass sie der Klage wenig Erfolgsaussichten einräume. Zudem drohten ihrer Auffassung nach der Gemeinde und den persönlich haftenden Ratsmitgliedern Schadenersatzforderungen der Windkraftinvestoren bis zu neun Millionen Euro, sollte man vor dem Oberverwaltungsgericht Münster eine Niederlage einstecken.

Das Votum des Gemeinderates – CDU und Grüne setzten sich mit drei Stimmen Mehrheit durch – sorgte für fast schon tumultartige Szenen auf den Zuschauerrängen. Von dort hagelte es heftige Beschimpfungen an die Adresse von Union und Grünen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Dienstag, 20. Juni, im WESTFALEN-BLATT, Kreis Paderborn.

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