Kinderreichtum in der Kurstadt erfordert Erweiterung der Grundschule Bad Wünnenberg
Ideallösung kostet 6,5 Millionen Euro

Bad Wünnenberg (WB/sen) -

Schön, aber doch eher etwas für die Abteilung „utopisch“ erschienen den Bad Wünnenberger Kommunalpolitikern im Schulausschuss die Pläne für eine Erweiterung der Grundschule Bad Wünnenberg. Doch gehandelt werden muss in der Kur­stadt trotzdem.

Samstag, 06.03.2021, 00:54 Uhr aktualisiert: 06.03.2021, 08:58 Uhr
Ein neues Gebäude für die OGS könnte im Bereich des Spielplatzes an der Grundschule Bad Wünnenberg entstehen. Foto: Wieskotten

280 Grundschüler und 150 Kinder in der OGS (ohne Leiberg) werden im Schuljahr 2025/26 erwartet. Dafür ist die Grundschule mit ihren 1700 Qua­dratmetern Nutzfläche zu klein. Hinzu kommen vermutlich viele schulpflichtige Kinder aus dem neuen Baugebiet Iserkuhle. Im Schulausschuss stellte nun das Ingenieurbüro Pohlkamp und Osthues aus Telgte Pläne für eine Schulerweiterung am jetzigen Standort vor, deren Realisierung rund 6,5 Millionen Euro kosten würde.

Um die Nutzfläche auf 2450 Quadratmeter zu erweitern, könnte zunächst der Altbau (Nordflügel), in dem Wohnungen untergebracht sind, umgebaut werden. Dort könnten Klassen- und Förderräume entstehen. Pohlkamp stellte außerdem die Möglichkeit eines Anbaus vor. Für die OGS solle schließlich ein zusätzliches Gebäude im Bereich des jetzigen Spielplatzes errichtet werden, weil die OGS aufgrund der steigenden Schülerzahl nicht mehr im bestehenden Schulgebäude untergebracht werden könne.

„Wir befinden uns eigentlich zunächst in einer Planungsphase Null“, kommentiert Christoph Wittler, erster Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, die Pläne des Ingenieurbüros. Sie seien zunächst als Idealfall zu werten. „Wir wollten erst einmal sehen, was ist machbar und wie könnte die Schule aussehen“, so Wittler. Denn topographisch gesehen liege die Schule sehr ungünstig am Hang. In erster Linie gehe es nun angesichts der steigenden Schülerzahlen jedoch darum, Räume zu schaffen. Deshalb sei das Ingenieurbüro im Anschluss an die Sitzung gebeten worden, zunächst den Fokus auf den ersten Bauabschnitt, also die Herrichtung des Altbaus zu legen. Dabei solle erarbeitet werden, was genau machbar sei. Weitere Schritte sollen nach und nach erfolgen, auch müsse man die Entwicklung der OGS beobachten. Im Blick habe die Stadt zudem das Baugebiet Iserkuhle und die dortigen Kinderzahlen. Der Bau einer neuen Schule in diesem Gebiet würde nach Auskunft der Planer neun Millionen Euro kosten.

Angesichts des Platzmangels in der Grundschule der Kernstadt war auch die einst geschlossene Grundschule in Leiberg wieder ins Gespräch gekommen. Auch hier habe man sich Gedanken gemacht, so Wittler: „In dem Gebäude sind derzeit die OGS, Vereine und die offene Jugendarbeit untergebracht. Bauliche Veränderungen sind auch hier notwendig. Deshalb haben wir diesen Plan nicht weiterverfolgt.“ Mit ersten Ergebnissen aus dem Telgter Ingenieurbüro hinsichtlich des Altbaus erwartet Wittler in etwa drei Wochen. Baubeginn müsse zum Schuljahr 2022/23 sein, um die erwarteten Schüler aufnehmen zu können, die ja aber auch nicht alle auf einmal kämen. Gemeinsam mit der Schulleitung soll aber auch überlegt werden, wie die Räume in der Zwischenzeit genutzt werden können.

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