Stadtverband Bad Wünnenberg hat getagt: im virtuellen Raum über viele kommunalpolitische Themen informiert
CDU bringt ihre Mitglieder auf Stand

Bad Wünnenberg -

Im vergangenen Jahr hätten Neuwahlen sein sollen, für Aschermittwoch in zwei Wochen war die nächste Zusammenkunft des CDU-Stadtverbandes Bad Wünnenberg geplant. Weil das aber nicht möglich ist, trafen sich die Christdemokraten der Kurstadt nun virtuell.

Mittwoch, 03.02.2021, 01:22 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 02:00 Uhr
Von außen sieht das KuGA, das neue Gesundheitszentrum in Bad Wünnenberg, noch sehr nach Baustelle aus, doch einige Praxen sind schon eingezogen. Foto: Hanne Hagelgans

Stadtverbandsvorsitzender und Bürgermeister Christian Carl sowie Fraktionschef Kevin Gniosdorz brachten fast 40 Teilnehmer auf den neuesten Stand der Kommunalpolitik.

Gesundheitszentrum

Die Bad Wünnenberger haben es längst gesehen: Das neue Gesundheitszen­trum KuGA (Kneipp und Gesundheit im Aatal) ist fast fertig, einige Praxen sind schon eingezogen. „Eigentlich sollte Ende 2020 alles fertig sein. Einige Arbeiten müssen aber noch erledigt werden, die nun Anfang April abgeschlossen sein sollen“, berichtete Carl von Verzögerungen. In den nächsten Tagen werde auch die Bad Wünnenberg Touristik aus dem Spanckenhof ins Aatal ziehen. Anfang oder Mitte März wird schließlich das betreute Wohnen des Kolpingwerkes Einzug halten. Carl berichtete außerdem, dass mit der „Essbar“ aus Büren ein Betreiber für das Bistro im Hause gefunden sei. Ob im April eine offizielle Einweihungsfeier möglich sei, müsse abgewartet werden.

Eismanufaktur

Auch in der Mittelstraße tut sich etwas. In der ehemaligen Gaststätte Kastanienbaum wird ein Eiscafé einziehen. Derzeit werde dort umgebaut. Im März solle zunächst mit dem Eisverkauf aus Automaten begonnen werden. Doch nach der Corona soll eine gläserne Eismanufaktur öffnen, in der die Gäste bei der Produktion des Speiseeises zuschauen können.

Baugebiet Iserkuhle

Ende des ersten Quartals 2021 soll laut Carl das neue Bad Wünnenberger Feuerwehrgerätehaus fertig sein. Gleichzeitig gehe der Verkauf der Grundstücke im neuen Baugebiet Iserkuhle gut voran. „Ich denke, wir werden alle Grundstücke veräußern können. Im Herbst werden wir die Erschließungsarbeiten finalisieren“, so Carl.

Den coronabedingten Distanzunterricht nutzt die Stadt für die energetische Sanierung des Schulzen­trums in Fürstenberg. Hier habe der dritte Bauabschnitt begonnen. Auch die nächste Charge Tablets für den Unterricht sei bereits angekommen. Richtig arbeiten könnten Schüler und Lehrer damit aber erst, wenn die entsprechende Bandbreite zur Verfügung stehe. „Wir sind mit der Deutschen Glasfaser in intensiven Gesprächen“, so Carl.

Glasfaserausbau

Der Ausbau der Glasfaserversorgung läuft aber offenbar nicht ganz optimal. Sowohl Carl als auch Winfried Uhle sagten, dass die Kommunikation mit der DG zu wünschen übrig ließe. Ein System, welche Ortsteile wann beim Ausbau an der Reihe seien, sei nicht erkennbar, Informationen bekomme man keine, so Carl. Er führte das auf die verschiedenen Subunternehmen zurück, die für die Erdarbeiten engagiert seien. Der Bürgermeister berichtete außerdem, dass ein Mitarbeiter zur Kontrolle der Arbeiten abgestellt sei, „was auch nötig“ sei.

Flächennutzungsplan

Christian Carl ging außerdem auf anstehende Projekte ein. Eines sei die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes, der 2018 vom Oberverwaltungsgericht gekippt worden ist. „In einem der nächsten Ausschüsse werden wir schauen müssen, ob wir weitere Flächen für die Windkraft ausweisen müssen. Ich bin guter Hoffnung, dass wir einen rechtssicheren Flächennutzungsplan hinbekommen“, sagte Carl. Außerdem erwarte die Bezirksregierung bis Ende März eine Stellungnahme der Stadt zum Regionalplan. „Im ersten Entwurf werden uns noch genügend Potenzialflächen zugewiesen, sodass sich die Stadt gut entwickeln kann“, informierte Carl seine Parteikollegen.

Rathausneubau

Auch das Thema Rathausneubau beschäftigt die CDU-Mitglieder. Das Gutachten, das einen Neubau am Verwaltungssitz in Fürstenberg favorisiert, ist bisher nicht öffentlich diskutiert worden. „Wir haben viele neue Ratsmitglieder. Diesen wollen wir zunächst einen Überblick verschaffen. Anschließend wollen wir den Rathausneubau gemeinsam mit der Öffentlichkeit angehen“, so Carl.

Fraktionsarbeit

Von schwierigen Bedingungen berichtete der neue Fraktionschef Kevin Gniosdorz. Nur drei Sitzungen seien möglich gewesen, die Klausurtagung zum Haushalt sei ausgefallen. Bis spätestens Mitte März solle aber der Haushalt verabschiedet sein, damit die Gelder fließen könnten, so Gniosdorz. Bis Mitte Februar seien zunächst keine Ausschusssitzungen geplant. Weil die Fachausschüsse aber dem Rat „nur“ Empfehlungen gäben, zog Gniosdorz auch digitale Ausschusssitzungen in Erwägung. Beschlüsse müssten sowieso im Hauptausschuss und Rat gefasst werden. „Investitionen von fast 13 Millionen Euro zeigen, dass wir mutig vorangehen“, so der CDU-Fraktionschef zu den parteiinternen Beratungen. Mit Verweis auf die Sanierung des Sportplatzes an der Profilschule (eine Millionen Euro), die die Stadt keinen Cent koste, meinte Gniosdorz: „Die Stadt handelt intelligent.“

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