Ausschuss: Bad Wünnenberg soll bei Sportförderantrag von Helmern zur Kernstadt umschwenken
Stadion-Projekt als einmalige Chance

Bad Wünnenberg -

Das Aatalstadion in der Bad Wünnenberger Kernstadt soll umgebaut werden. Dabei soll es künftig mehr Möglichkeiten nicht nur für Vereinssportler, sondern auch für Patienten der Aatalklinik und alle sportinteressierten Bürger bieten. Einem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion hat sich der Familien-, Jugend-, Sport- und Kulturausschuss angeschlossen.

Donnerstag, 03.12.2020, 12:02 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 16:16 Uhr
Aatalstadion in Bad Wünnenberg. Foto: Google Maps

Der Hintergrund: In diesem Jahr mit 100 Prozent und im kommenden Jahr noch mit immerhin 90 Prozent der Kosten bietet das Land NRW aktuell besonders günstige Fördermöglichkeiten für Sportstätten. Nicht jedes eingereichte Projekt kommt allerdings zum Zuge, die Ansprüche sind hoch. So hat die Stadt Bad Wünnenberg für die Förderrunde 2020 die Modernisierung der Sporthallen in Leiberg und Bad Wünnenberg eingereicht – und ist nicht berücksichtigt worden.

or diesem Hintergrund, so die Überlegung der CDU, sollte von dem Vorhaben abgerückt werden, für 2021 die Sanierung der Sporthalle Helmern zur Förderung vorzuschlagen. So hatte es der Rat Ende Oktober eigentlich beschlossen. Nun ist der Fachausschuss aber dem Antrag der CDU gefolgt, auf das Aatalstadion umzuschwenken – quasi in letzter Minute, denn die Antragsfrist für 2021 endet am 15. Januar. Allerdings, so die CDU, gebe es bereits sowohl seitens der Sportvereine als auch aus der Bevölkerung Ideen.

Das Konzept sollte nach dem Vorschlag der CDU die Errichtung einer Kunststofflaufbahn anstelle der bestehenden Aschebahn vorsehen. Zudem wird die Installation einer indirekten Beleuchtung gewünscht, die sich je nach Nutzung automatisch an- und abschaltet. Entstehen solle außerdem eine ganzjährig nutzbare Boulder- oder Kletterstrecke sowie eine Teilüberdachung der Lauf- und Bewegungsflächen für eine ganzjährige, witterungsunabhängige Nutzung. Auch Solarpanels auf den neuen Dachflächen stehen im Konzept. Geprüft werden sollte die Modernisierung beziehungsweise Errichtung von Anlagen zur Abnahme des Sportabzeichens im Bereich Weit- und Hochsprung. Immer berücksichtigt werden müsse dabei die Nutzung als Wettkampfstätte für Fußballvereine.

Die Verwaltung soll den Förderantrag in enger Absprache mit dem Stadtsportverband, der FSV Bad Wünnenberg-Leiberg und dem TuS Bad Wünnenberg erarbeiten. Das Ganze soll außerdem in ein Gesamtkonzept „Gesundheit im Aatal“ zusammengefasst werden. Einen Sachstandsbericht sollen die Ratsmitglieder in ihrer Sitzung am 17. Dezember bekommen.

Der Ausschuss verspricht sich von diesem Projekt die größeren Erfolgsaussichten. Die bisher bewilligten Förderanträge hätten gezeigt, dass vor allem kreative Projekte mit der Zielsetzung niedrigschwelliger Sportangebote für die breite Öffentlichkeit gefördert würden. Vor diesem Hintergrund passe die bloße Sanierung einer Turnhalle weniger gut ins Programm.

Das jetzt vorgeschlagene Projekt dagegen soll einerseits einer breiten Öffentlichkeit das Aatalstadion auch für vereinsungebundene Sportangebote zugänglich machen, andererseits in Absprache mit der Aatalklinik auch zur Therapie genutzt werden. „Damit ergäben sich Synergieeffekte für Sportvereine, die allgemeine Bevölkerung und die Aatalklinik – und somit letztlich für den Gesundheitsstandort Bad Wünnenberg“, schreibt die CDU. Auch wenn die Zeit knapp sei, biete das Förderprogramm eine einmalige Chance für den Sport- und Gesundheitsstandort.

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