Bürgermeister Christian Carl verabschiedet Ortsvorsteher Klemens Otte nach 26 Jahren in den kommunalpolitischen Ruhestand
„Es braucht Menschen wie Sie!“

Bad Wünnenberg -

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Mittwoch, 02.12.2020, 06:11 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 16:14 Uhr
Bewegende Abschiedsworte und Blumen für den ersten stellvertretenden Bürgermeister Bad Wünnenbergs und Ortsvorsteher der Kernstadt Bad Wünnenberg, Klemens Otte, von seiner Nachfolgerin Maria Junge und dem Bürgermeister der Stadt Bad Wünnenberg, Christian Carl. Foto: Brigitta Wieskotten

Als Klemens Otte bei der Kommunalwahl 1994 als CDU-Mitglied für den Stadtrat kandidierte, ahnte er selbst nicht, dass er 26 Jahre kommunalpolitisch in einer herausragenden Funktion in und für Bad Wünnenberg tätig sein würde. Otte wurde in der Oberstadt geboren, wuchs dort auf, war mit dem Ort verbunden und mit den heimischen Traditionen eng vertraut.

Bereits in der ersten Wahlperiode als Ratsmitglied wurde er direkt zum Ortsvorsteher von Wünnenberg und zum zweiten stellvertretenden Bürgermeister gewählt, 2004 wurde ihm das das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Bad Wünnenberg übertragen. Alle Funktionen waren ihm auf den Leib geschrieben.

Er füllte die Positionen mit persönlichem Einsatz und hohem Verantwortungsbewusstsein aus. Seine Grundidee war stets, unterschiedliche Interessen im Rat und auch in der Bevölkerung zusammenzuführen. Er war immer zu Stelle, wenn ein Rat oder tatkräftige Hilfe gebraucht wurden.

In den Jahren seiner kommunalpolitischen Tätigkeit wurden viele für die gesamte Stadt Bad Wünnenberg wichtige und zukunftsweisende Projekte auf den Weg gebracht, die Klemens Otte mit initiiert, begleitet und verantwortet hat.

Wichtigste Maßnahmen in seiner Amtszeit sind unstrittig die Ausweisung von Baugebieten, damit besonders junge Familien ein Zuhause in Bad Wünnenberg finden und folgerichtig der Bau von Kindertagesstätten sowie die Ausweisung von Gewerbegebieten, damit wohnungsnah Arbeitsplätze entstehen.

Zusammen mit Altbürgermeister Winfried Menne und dem Rat traf Otte die zukunftsweisende Entscheidung für die Renovierung des in die Jahre gekommene Freibades. Es präsentiert sich nach dem Umbau als ein modernes, familienfreundliches Schwimmbad mit Edelstahlwanne, sowie mit einer innovativen Energieversorgung als eine gelungene Investition für alle Altersgruppen.

Die Bemühungen um die Verwirklichung der B 480-Ortsumgehung Bad Wünnenberg hat der Ortsvorsteher über viele Jahre „hautnah“ miterlebt und mitgetragen. Diese für das Kneipp-Heilbad so wichtige Ortsumgehung wird voraussichtlich 2022 für den Verkehr freigegeben.

Das Jahrhundert-Projekt „Aatalklinik Wünnenberg“ hat Otte nicht nur als Ratsmitglied, sondern auch als Mitglied des Aufsichtsrates der Kurverwaltung Bad Wünnenberg GmbH mitverantwortet. Heute ist die Reha-­Klinik ein Zentrum für neurologische und neurochirurgische Rehabilitation, interdisziplinäres Zentrum für Frührehabilitation, Modellklinik für Schlaganfall-Behandlung sowie Klinik für orthopädische und unfallchirurgische Rehabilitation. Sie ist über die Region als Fachklinik anerkannt und hat den Gesundheitsstandort Bad Wünnenberg sichtbar gemacht. Für Bad Wünnenberg wurde mit dieser Institution eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Aatalklinik war auch ausschlaggebend für die Anerkennung als Kneipp-Heilbad. Aufgrund dieser Anerkennung folgte dann die Umbenennung des Stadtnamens in „Bad Wünnenberg“ zum 1. Januar 2000.

Das derzeit im Bau befindliche Gesundheitszentrum an der Straße „Im Aatal“ hat Klemens Otte mit auf den Weg gebracht und dafür gesorgt, dass der Gesundheitsstandort eine weitere gute Entwicklung nehmen kann.

Die vor Jahren durchgeführte Renaturierung des Bad Wünnenberger Aatals mit Barfußpfad, Kneipp-Oase, Wildgehege und Spielflächen hat er mit viel Idealismus unterstützt. Heute ist dieses Areal ein beliebter Anziehungspunkt zu jeder Jahreszeit, besonders für Familien. Klemens Otte hat hierfür immer wieder, auch überregional geworben, auch als „Pfarrer Kneipp“ zur alljährlichen Barfuß-Pfad-Eröffnung vor Ort.

Dass für ihn die Weiterentwicklung des Tourismus einen hohen Stellenwert hat, wurde besonders daran deutlich, dass er zusammen mit dem ehemaligen Geschäftsführer der Touristik GmbH, Christoph Trapp, das Aatalhaus am Paddelsee verwirklicht hat.

Klemens Otte war auch Mitinitiator und unermüdliche Motor der Kurpark- und Stadtfeste. Auch Auf- und Abbau der Stände sowie Fachkenntnisse zum Beispiel über die jeweiligen Wasser- und Energieanschlüsse gehörten zu seinen organisatorischen Aufgaben. Für ihn war das selbstverständlich, eine „Herzensangelegenheit und ein Willkommensgruß an die Festgäste“.

Als Ortsvorsteher war er insbesondere den örtlichen Vereinen verbunden. Seine Gedenkreden am Ehrenmal bleiben für manchen Bürger unvergesslich. Die Renovierung des Ehrenmals am Stadtberg organisierte er erst kürzlich mit der örtlichen Vereinsgemeinschaft.

Die Windenergie und damit verbunden die Ausweisung entsprechender Zonen hat auch die Amtszeit von Klemens Otte geprägt, die er mit viel Weitsicht zukunftsorientiert begleitet hat, aber auch stets mit einer Portion Zurückhaltung, um eine „Verspargelung“ der Landschaft zu vermeiden.

Das neue Feuerwehrgerätehaus nahe dem Baugebiet Iserkuhle in Bad Wünnenberg, gebaut nach modernsten Gesichtspunkten, steht kurz vor seiner Vollendung.

Klemens Otte hat sich nach 26 arbeits- und erfolgreichen Jahren in der Kommunalpolitik entschieden, bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr anzutreten und die Verantwortung für die Kernstadt Bad Wünnenberg in jüngere Hände zu legen.

„Respekt und Dankbarkeit für die vielen Jahre seiner Tätigkeit für die Stadt Bad Wünnenberg und seines einmaligen Engagements für ihre Bewohner“, so Bürgermeister Christian Carl, seien ihm sicher. Es brauche Menschen wie Klemens Otte, wenn ein Gemeinwesen funktionieren und sich positiv weiterentwickeln solle.

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