Erschließungsarbeiten für Baugebiet in Bad Wünnenberg starten
Auf der Iserkuhle geht es los

Bad Wünnenberg (WB/han). Die Pflöcke, die die Grundstücke und Baustraßen markieren, sind eingeschlagen, in der kommenden Woche beginnen die Erschließungsarbeiten. Zum symbolischen ersten Spatenstich haben sich Vertreter von Politik und Verwaltung am Donnerstag im neuen Baugebiet Iserkuhle in der Bad Wünnenberger Oberstadt getroffen.

Donnerstag, 08.10.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 16:22 Uhr
Im Baugebiet Iserkuhle entstehen rund 120 Bauplätze. Beim symbolischen ersten Spatenstich dabei (von links): Thorsten Franke (Bauunternehmen Strassing), Gerald Hoffmann (Planungsbüro Hoffmann und Stakemeier), Peter Stachowiak (SPD-Fraktion), Klaus Stratmann (stellvertretender Bürgermeister), Claudia Sondermann (CDU-Fraktion), Bürgermeister Christoph Rüther, Udo Fölling (FDP-Fraktion), Sebastian Döring (Bauamtsleiter) und Maria Junge (stellvertretende Ortsvorsteherin). Foto: Oliver Schwabe

Etwa 120 Bauplätze sollen hier entstehen – und alle sind bereits vergeben. Neben den privaten Bauplätzen hat die Stadt rund 75 Grundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhäuser zu einem Quadratmeterpreis von voll­erschlossen 94 Euro vermarktet. Hinzu kommen in den Randbereichen mehrere Mehrfamilienhäuser mit bis zu acht Parteien.

Beim Bebauungsplan bleibt die Stadt ihrer Linie treu, nur das Notwendigste zu regeln, den Bauherren sonst aber relativ freie Hand zu lassen. So sind etwa Dachneigung-, Dachform und -farbe nicht vorgegeben. So wurde es auch beim mittlerweile vollgelaufenen Neubaugebiet auf der anderen Seite der Bundesstraße 480 gehandhabt. Festgelegt wurde für die Iserkuhle allerdings, dass die Gebäude maximal zwei Vollgeschosse haben dürfen (Referenz ist die Höhe über NN) und dass Stein- und Schottergärten nicht erlaubt sind.

Bis die ersten Familien mit dem Bau beginnen können, vergeht allerdings noch etwas Zeit. In der kommenden Woche startet das Unternehmen Strassing mit der Erschließung, die nicht in Abschnitten, sondern für das Gesamtgebiet erfolgen soll. Man habe viele unterschiedliche Versorger unter einen Hut bringen müssen, erläutert Bad Wünnenbergs Bauamtsleiter Sebastian Döring. Das Neubaugebiet wird, ebenso wie das benachbarte Feuerwehrgerätehaus, das fast fertig ist, an das Fernwärmenetz angeschlossen. Auch Glasfaser für schnellen Zugang ins Internet wird direkt mit verlegt.

Im November kommenden Jahres soll die Erschließung geschafft sein, so dass dann die ersten Familien mit dem Bau beginnen können. Auch damit sie noch in den Genuss des im März auslaufenden Baukindergelds kommen (immerhin 12.000 Euro), sind die Grundstücke bereits jetzt vergeben worden, und die Stadt stellt eine entsprechende Bescheinigung aus, damit niemandem, der Anspruch darauf hat, die Förderung entgeht.

Nicht alle, die gerne auf der Iserkuhle gebaut hätten, bekommen allerdings die Gelegenheit dazu: Die Grundstücke waren mehrfach überzeichnet, die Warteliste ist noch lang. Bei der Vergabe wurden laut Ratsbeschluss verschiedene Kriterien berücksichtigt. Wer aus Bad Wünnenberg stammt, ein oder mehrere Kinder hat, im Stadtgebiet arbeitet und sich ehrenamtlich engagiert, hatte die besten Chancen.

Zwei Areale werden zunächst nicht bebaut, sondern freigehalten. Dort könnten einmal ein weiterer Kindergarten für die Bad Wünnenberger Oberstadt und ein Lebensmittel-Nahversorger für den Alltagsbedarf entstehen.

Die Werbetafeln und -anhänger, die mehrere Unternehmen in den vergangenen Wochen bereits am Kreisverkehr in Höhe des Baugebiets an der Bundesstraße 480 aufgestellt haben, müssen übrigens wieder entfernt werden, damit sie die Erschließungsarbeiten nicht stören. Wie Sebastian Döring erläuterte, soll eine zentrale Werbetafel aufgestellt werden, die dann alle Firmen gemeinsam nutzen können.

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