NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zu Gast beim Bad Wünnenberger Ärztetreffen
Medizin-Studienplätze in NRW ungleich verteilt

Bad Wünnenberg (WB). Mit dem „3. Bad Wünnenberger Ärztetreffen in der Aatalklinik” rückte Bürgermeister Christoph Rüther erneut das Gesundheitswesen als eines der drei großen Standbeine der Kernstadt in den Fokus. Das Treffen am Freitag selbst diente dem Austausch und der Vernetzung der Ärzte aus dem Stadtgebiet Bad Wünnenberg.

Montag, 07.09.2020, 01:50 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 13:12 Uhr
Gespräche beim Ärztetreffen (v.l.): CDU-Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Christian Carl, Dr. med. Rüdiger Buschfort (Chefarzt der Aatalklinik) Verwaltungsleiterin Frauke Haaks, Minister Karl-Josef Laumann, Kevin Gniosdorz (Bezirksvorsitzender Junge Union OWL), Dr. Markus-Michael Küthmann (Geschäftsführer der Aatalklinik GmbH sowie Vorstand der Eifelhöhen-Klinik AG), Bürgermeister Christoph Rüther und der NRW-Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer. Foto: Wieskotten

Sichtlich erfreute über den guten Zuspruch der Veranstaltung durch die politischen Vertreter und die heimischen Ärztinnen und Ärzte begrüßte Bürgermeister Christoph Rüther den NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, den heimischen Landtagsabgeordneten Bernhard Hoppe-Biermeyer, ferner Dr. Markus Michael Küthmann (Geschäftsführer der Aatalklinik GmbH), Dr. Rüdiger Buschfort (Chefarzt der Aatalklinik) sowie die Verwaltungsleiterin der Aatalklinik, Frauke Haaks.

Aaltalklinik weiterhin bis 2041 als Kurort zertifiziert

Die Aatalklinik stellte sich als Einrichtung zur Rehabilitationsbehandlung von Patienten mit neurologischen, neurochirurgischen und orthopädischen Erkrankungen vor. In seinem Statement betonte Rüther ergänzend die umfangreichen Gesundheitsprogramme zur Prävention und Vorsorge vor Ort. Die Aatalklinik selbst hat für die Kernstadt eine hohe wirtschaftliche Bedeutung, bot damit auch die Grundlage für die Anerkennung als Kurort durch das Land NRW. Mit ihrer Größe bietet sie mehr als 250 Arbeitsplätze. Erst kürzlich, so Rüther, wurde die langjährige Kooperation der Kurverwaltung Bad Wünnenberg GmbH mit der Aatalklinik per Vertragsunterzeichnung fortgesetzt bis zum Jahr 2041.

In seinem Statement widmete NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann unter anderem dem Themenbereich „Medizinische Fakultät OWL“ Aufmerksamkeit. Der 63-jährige Politiker, geboren Birgthe/Kreis Steinfurt wuchs in einer Landwirtsfamilie auf und weiß um die Probleme in der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Schon vor Jahren hatte sich der CDU-Politiker für eine spürbare Erhöhung der Anzahl der Medinzinstudienplätze durch die Errichtung einer Medizinischen Fakultät an der Universität Bielefeld eingesetzt.

Laumann: mehr medizinische Versorgung vor Ort

Laumann: „Es ist nicht in Ordnung, dass sich zurzeit 70 Prozent aller Medizin-Studienplätze im Rheinland und nur 30 Prozent in Westfalen-Lippe befinden. Oft bleiben die jungen Mediziner in der Nähe ihres Studienortes. Das ist so für OWL eine negative Ausgangssituation, die künftig noch stärker spürbar wird”, befürchtet Laumann, der noch zu bedenken gab: „Wenn Sie keine Mediziner vor Ort haben, habe sie bald auch keine Apotheker vor Ort“!

Auch für ältere Menschen, die so lange wie eben möglich in ihrem Zuhause leben möchten, würde sich die Situation enorm verschlechtern.

In Laumanns Vortrag fand ferner die Thematik „Krankenhaus/Notfall-Praxen“ ihren Platz.

Aktuelle Themen wie die Corona-Pandemie und die dazugehörigen Testverfahren (auch anlassbezogen) wurden in der anschließenden Diskussion aus verschiedenen Sichtweisen ebenfalls berücksichtigt.

Laumann zeigte sich von seinem Besuch in der Aatalklinik beeindruckt, verabschiedete sich aber bald wieder – per Bahn ging es nach Berlin zum nächsten Termin.

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