Fürstenberger Vereine und Ehrenamtliche haben E-Mobil bislang 300 Mal ausgeliehen
Bürger dürfen Karpkeflitzer nutzen

Bad Wünnenberg-Fürstenberg (WB). Bereits vor drei Jahren wurde die lang gehegte Idee für eine bessere Dorfmobilität in Fürstenberg mit der Anschaffung eines E-Mobils, dem so genannten „Karpkeflitzer“ – in die Tat umgesetzt. Mittlerweile wurde der weiße Nissan 300 Mal von Vereinen und ehrenamtlich Tätigen ausgeliehen. Von September an soll dies auch für alle anderen Fürstenberger möglich sein.

Montag, 03.08.2020, 02:36 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 05:03 Uhr
Der Fürstenberger „Karpkeflitzer“ steht jetzt auch Privatpersonen zur Verfügung. Die Organisation übernehmen (von links) Bernd und Beatrix Sinemus, Andreas Luig und der Fürstenberger Ortsvorsteher Reimund Günter. Foto: Brigitta Wieskotten

Die Vereinsgemeinschaft Pro Fürstenberg besteht aus Vertretern der Kirche, der Kommunalpolitik und aller Vereine im Ort. Der Zusammenschluss zeigt sich bis heute verantwortlich für das gelungene Projekt „Karpke-Flitzer“. Die Finanzierung des 37.000 Euro teuren E-Mobils wurde im Jahr 2017 zu 65 Prozent vom Leader-Programm und zu 35 Prozent von der Energie-Stiftung Sintfeld getragen.

Vor drei Jahren, erzählt der Vorsitzende von Pro Fürstenberg, Reimund Günter, ist der Karpke-Flitzer als erstes E-Mobil im Kreis Paderborn, das für Vereine und ehrenamtliche Fürstenberger zur Verfügung steht, in Betrieb genommen worden.

Auch für soziale Aufgaben im Einsatz

Mittlerweile wurde der „Karpkeflitzer“ 300 Mal für vielfältige Aufgaben genutzt. Ob es der Arztbesuch für Flüchtlinge und bedürftige Menschen war, der Besuch von Veranstaltungen der Fürstenberger Vereine oder für deren erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit. Aber auch für viele soziale Aufgaben kam das E-Mobil zum Einsatz. Hierfür stand der Karpkeflitzer den ehrenamtlich Tätigen im Bad Wünnenberger Ortsteil immer kostenlos zur Verfügung.

Zum 1. September wird der Nutzerkreis erweitert. Dann steht das E-Mobil auch Privatpersonen aus Fürstenberg zur Verfügung, die damit E-Mobilität testen und erleben können, auch zum Beispiel bei Familienfahrten mit bis zu sieben Personen. Um diese erweiterte Nutzungsmöglichkeit jedoch zu koordinieren, bedarf es Helfer und Unterstützer, die der Pro-Fürstenberg-Vorsitzende Reimund Günter mit Beatrix und Bernd Sinemus, Andreas Luig und Michael Pöplau gefunden hat.

Für die Nutzung des Karpke-Flitzers haben die Verantwortlichen einige Eckpunkte erarbeitet: Von sofort an gilt der neue Buchungskalender und ist für alle verbindlich. Die bisherigen Nutzer des alten Buchungskalenders werden über die Umstellung informiert und erhalten einen eigenen Zugriff. Der Kalender ist auf der Internetseite www.mein-fuerstenberg.de für jeden einsehbar. Private Nutzer schreiben ihre Buchungsanfrage an dorfmobilkalender@gmail.com. Anschließend erhalten sie eine Rückmeldung mit den verbindlichen Nutzungsbedingungen.

Für Ehrenamtliche und Vereine kostenlos

„Ehrenamtliche und Vereine haben Vorrang vor privaten Nutzern“, betont Reimund Günter. Sollte es zu Überschneidungen kommen, sei der Ortsvorsteher zu informieren. „Ehrenamtliche und Vereine nutzen das E-Mobil zudem weiterhin kostenlos, können aber auch gerne eine Spende geben“, sagt Günter.

Anders sieht das für Privatpersonen aus Fürstenberg aus. Sie zahlen für die Nutzung eine Aufwands-Entschädigung von mindestens 10 Euro. Sollte das Fahrzeug gebucht, aber nicht abgeholt werden, so ist ebenfalls die Entschädigung zu zahlen, teilt die Vereinsgemeinschaft „Pro Fürstenberg“ mit. Sie hofft auf einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser neuen Möglichkeit von allen Nutzern und behält sich Änderungen vor.

Der Vorsitzende Reimund Günter dankt vor allem der Firma Sinemus, die den Standort des Karpkeflitzers und die regelmäßige Wartung des E-Fahrzeuges ehrenamtlich übernimmt. Zudem freute sich die Vereinsgemeinschaft über den Einsatz von Michel Pöplau und Andreas Luig, die für das Umstellungsverfahren nach neuen Vorgehensweisen verantwortlich zeichneten.

Im Oktober 2017 wurde der Karpke-Flitzer übrigens mit dem kirchlichen Segen von Pfarrverbundsleiter Pfarrer Daniel Jardzejewski in Betrieb genommen. Der weiße Nissan-NV 200 Evalia hat 80 Kilowatt, was 109 PS entspricht. Zudem verfügt er über ein stufenloses Automatikgetriebe.

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