Aabachtalsperre in Bad Wünnenberg ist mit 15 Millionen Kubikmetern gut gefüllt
„Trinkwasserversorgung ist gesichert“

Bad Wünnenberg (WB/mba). Trotz des trockenen Frühjahrs ist die Aabachtalsperre, die die Trinkwasserversorgung für mehr als 250.000 Menschen in den Kreisen Paderborn, Soest, ­Gütersloh und Warendorf sicherstellt, derzeit gut gefüllt.

Dienstag, 07.07.2020, 09:51 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 10:14 Uhr
Mit etwa 15 Millionen Kubikmetern Wasser ist die Aabachtalsperre derzeit durchschnittlich gut gefüllt. Dies ist ein Foto von der Installation der Tiefenwasserbelüftungsanlage im vergangenen Jahr.

Wie Rainer Gutknecht, Geschäftsführer des Wasserverbandes Aabach-Talsperre, auf Anfrage erklärt, befinden sich derzeit etwa 15 Millionen Kubikmeter Wasser in der Talsperre, was für diese Jahreszeit ein durchschnittlicher Wert sei. „Eine ausreichende Versorgung ist gesichert“, sagt Gutknecht.

Derzeit läuft die Entleerphase

Die Talsperre in Bad Wünnenberg fasst 17,4 Millionen Kubik­meter Trinkwasser. Es handelt sich um den größten Trinkwasserspeicher in der Region. Zusätzlich gibt es bis zu drei Millionen ­Kubikmeter Stauraum für Hochwasser. Im Februar und März, als es viel geregnet habe, sei die Talsperre fast voll gewesen, erläutert Gutknecht. 11,4 Millionen Kubikmeter können jährlich maximal als Trinkwasser für die vier Kreise verwendet werden. Gutknecht geht davon aus, dass sich Ende des Jahres elf bis zwölf Millionen Kubikmeter Wasser in der Talsperre befinden werden, denn derzeit läuft die sogenannte Entleerphase, die mit dem Beginn der Vegetationszeit zusammenfällt. „Jeden Tag entleert sich die Talsperre um zwei bis vier Zentimeter“, sagt Gutknecht. „Wir sammeln im Winter, wenn die Bäume kein Wasser ziehen, und geben im Sommer ab.“ Zwar seien die Monate April (zwei Regentage) und Mai (ein Regentag) unterdurchschnittlich gewesen, was die Regenmengen beträfe. Aktuell sehe es aber besser aus. Gutknecht: „Wir kommen also gut übers Jahr.“

Hochwasserschutz und Trinkwasserversorgung

Dass die Talsperre gebaut wurde, hat zwei Gründe: Die Jahre 1947 und 1959 waren in der Region geprägt durch extreme Trockenheit, und 1965 ereignete sich die sogenannte Heinrichsflut. Mit einer Länge von fast drei Kilo­metern und einer Maximalbreite von 1,5 Kilometern leistet die Talsperre also einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz und zur Trinkwasserversorgung.

Erbaut wurde die Talsperre von 1975 bis 1978. Von 1979 bis 1982 gab es einen sogenannten Probestau. 1983 wurde die Aabach-Talsperre in Betrieb genommen. Gespeist wird sie hauptsächlich durch Aabach, Kleine Aa, Murmecke und Haßbach sowie einige weitere kleine Bäche. Entwässert wird die Talsperre durch den Aabach, der ein Zufluss der Afte ist. Die Afte fließt in die Alme und diese wiederum in Schloß Neuhaus in die Lippe.

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