Evangelische Kirche in Bad Wünnenberg nach zwei Jahren Bauzeit wiedereröffnet
»Impuls für die Gemeinde«

Bad Wünnenberg (WV/han). »Wir sind dankbar und glücklich«, sind sich der Vorsitzende des Presbyteriums, Jürgen Engelmann, Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter und Pfarrer Claus-Jürgen Reihs einig. Nach zweijähriger Bauzeit kann die Evangelische Kirchengemeinde Büren-Fürstenberg die Immanuel-Kirche in Bad Wünnenberg wieder eröffnen.

Donnerstag, 03.10.2019, 15:00 Uhr
Presbyteriumsvorsitzender Jürgen Engelmann, Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter und Pfarrer Claus-Jürgen Reihs (von links) stehen in der umgebauten Immanuel-Kirche.

Gefeiert wird das mit dem Erntedankfest am Sonntag, 6. Oktober, um 10 Uhr in der neu gestalteten Kirche mit einem zentralen Abendmahls-Gottesdienst für die ganze Gemeinde, an dem auch der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Volker Neuhoff, teilnimmt.

Ein Festakt (ab 11.15 Uhr) und ein Gemeindefest rund um den Kirchturm (ab 12 Uhr) mit Spiel und Spaß sowie Kaffeetrinken schließen sich an. Um 18 Uhr findet in der Kirche das Konzert »Lux Aeterna« für Violine, Orgel und kleines Schlaginstrumentarium mit dem Tamigu-Trio statt.

Blickrichtung neu nach Osten ausgerichtet

»Wir wollten nicht nur etwas wieder herrichten. Wir wollten einen neuen geistlichen Aufbruch und einen neuen Impuls für die Gemeinde«, sagt Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter. Kirche und Gemeinderäume wurden deutlich verändert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. In der Kirche wurde die Blickrichtung neu nach Osten ausgerichtet. »Das ist liturgisch sinnvoll«, erklärt die Pfarrerin.

Die Giebelwand wurde zudem neu verglast. Unter dem Fenster des Glaskünstlers Günter Grohs (Wernigerode) werden zukünftig der Altar, das Taufbecken und der Ambo (Lesepult) ihren Platz haben. Diese Stücke stammen aus dem Kirchhaus in Fürstenberg und schaffen eine Verbindung zum ehemaligen Standort, den die Gemeinde trotz erheblicher Widerstände aufgegeben hat.

»Beim neuen Fenster bestimmt das Kreuz weiterhin die Struktur«, sagt Pfarrer Claus-Jürgen Reihs, »es ist abstrakt und bietet viele Möglichkeiten, auf Entdeckungsreise zu gehen und sich mit dem Glauben auseinanderzusetzen.

Neue Beleuchtung, bessere Akustik

Darüber hinaus erhielt der Innenraum der Kirche einen hellen Anstrich, das Dach und die Seitenwände wurden gedämmt, neue Heizkörper eingebaut und ein neuer Fußboden verlegt. Freuen dürfen sich die Besucher auch auf eine neue digitale Orgel, neue Stühle und neue Beleuchtung.

In einem rund 80 Quadratmeter großen Anbau finden das Amtszimmer des Ortspfarrers, ein Gruppenraum, ein barrierefreies WC und ein Stuhllager Platz. Der Gruppenraum schließt mit einer flexiblen Trennwand an die Kirche an, so dass sie für größere Gottesdienste erweitert werden kann. Betreten wird die Kirche nun durch einen zentralen Eingang im Gemeindehaus.

Die beiden bestehenden Gruppenräume im Gemeindehaus bekamen neue Heizkörper, einen neuen Fußboden, neue Beleuchtung, eine bessere Akustik und einen frischen Anstrich. Auch die kleine Küche und die Toiletten wurden erneuert.

Gekostet haben die Baumaßnahmen (ohne das künstlerische Fenster) rund 500.000 Euro, die aus dem Verkauf des Kirchhauses in Fürstenberg und durch einen Zuschuss des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn finanziert wurden. Für das Glasfenster setzt die Gemeinde eigene Mittel und Spenden ein, die noch willkommen sind.

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