Stadt bereitet Notunterkünfte für zwölf Bewohner vor
Brand zerstört Wohnhaus in Marsberg

Marsberg (WB). Ein Großbrand in einem Mehrfamilienhaus hat am Mittwoch zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr Marsberg gefordert. Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise niemand, allerdings ist das Haus nicht mehr bewohnbar.

Mittwoch, 04.09.2019, 17:48 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 17:50 Uhr
Mit einem massiven Löscheinsatz rückten die Einsatzkräfte den Flammen zu Leibe. Bereits nach einer halben Stunde war das Feuer unter Kontrolle, das Haus dennoch unbewohnbar. Foto: Feuerwehr

Gegen 13.40 wurde der Brand in dem Haus an der B7 in Marsberg entdeckt – von zwei Mitarbeitern der Rettungsleitstelle aus Meschede-Enste, die zufällig dienstlich in Marsberg unterwegs waren. Sie konnten rechtzeitig zwei Hausbewohner warnen und unverletzt aus dem Haus bringen, die das Feuer noch nicht bemerkt hatten. Dieses war vermutlich auf dem Balkon im Obergeschoss ausgebrochen und hatte sich von dort sehr schnell auf den gesamten Dachstuhl ausgebreitet.

Da noch unklar war, ob sich noch weitere Bewohner in dem Gebäude befinden, wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert: Neben dem Löschzug Marsberg auch die Löschgruppen Obermarsberg, Erlinghausen, Westheim und Essentho. Die Einsatzleitung hatte Wehrleiter Josef Straub Von außen wurde mit mehreren Strahlrohren und über die Drehleiter ein massiver Löschangriff vorgenommen, um den Brand zu bekämpfen und Nachbargebäude zu schützen. Nach einer knappen halben Stunde war der Brand unter Kontrolle. Nach etwa zwei Stunden war der Brand gelöscht. Mehrere Trupps kontrollierten daraufhin im Inneren und über die Drehleiter den Brandraum mit Wärmebildkameras auf eventuelle Glutnester.

Bürgermeister macht sich vor Ort ein Bild

Mitarbeiter der Marsberger Ordnungsamtes klärten der Verbleib der nicht anwesenden Hausbewohner und kümmerten sich um die Bereitstellung von Notunterkünften. Auch Bürgermeister Klaus Hülsenbeck informierte sich vor Ort über den Einsatzverlauf. Für die Bewohner, die im Laufe der Einsatzarbeiten heimkamen, wurden Notfallseelsorger und Einsatzkräfte des PSU-Teams zur Betreuung hinzugezogen. Eine Person, die nahe der Einsatzstelle einen Kreislaufkollpas erlitt, wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Marsberg gebracht.

Die Einsatzarbeiten in Marsberg zogen sich noch bis in die Abendstunden hin, die B7 war zwischenzeitlich in beiden Richtungen voll gesperrt. Insgesamt 70 Einsatzkräfte aus fünf Einheiten waren im Einsatz, mehr als zehn Trupps mussten während der Löscharbeiten unter Atemschutz vorgehen. Brandsachverständige werden die Ermittlungen aufnehmen, um die Ursache des Brandes zu ermitteln.

 

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