Leichtbau-Erweiterung des Fürstenberger Rathauses ist in Betrieb
Provisorium mit allem Komfort

Bad Wünnenberg (WB/han). Der Anbau an das Fürstenberger Rathaus in Leichtbauweise ist in Betrieb gegangen – und er bietet für Besucher und Mitarbeiter jeden Komfort.

Donnerstag, 04.07.2019, 18:34 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 18:36 Uhr
Die Leichtbau-Module, in die Ordnungsamtsleiterin Claudia Weichert mit ihrem Team eingezogen ist, sollen drei bis fünf Jahre genutzt werden, bis dahin soll eine dauerhafte Lösung gefunden sein. Foto: Hanne Hagelgans

Vor einigen Tagen sind sieben Mitarbeiter des Ordnungsamtes, des Sozialamtes und des Bürgerbüros in den 192 Quadratmeter großen Bau links des bestehenden Rathauses umgezogen.

Das Provisorium, das rund 325.000 Euro gekostet hat, soll zugleich zwei Probleme lösen: die bisher nicht gegebene Barrierefreiheit für Bürger mit Gehbehinderung und Eltern mit Kinderwagen einerseits, andererseits die Platznot im zu eng gewordenen alten Fürstenberger Rathaus. Ganz bewusst sind daher die Bereiche der Verwaltung ausgelagert worden, die den meisten Publikumsverkehr haben.

Erreichbar ist der Anbau, bestehend aus acht Pavillons in Leichtbauweise, nun über eine rollstuhlgerechte Rampe. Die großen Fensterfronten machen ihn hell und luftig und stehen zugleich für Transparenz. Damit es allerdings nicht möglich ist, von außen etwa auf Computerbildschirme zu schauen, sind sensible Bereiche mit einer blickdichten Folie an den Fenstern versehen.

Die Ampel, die Bürgern bisher anzeigte, ob das Bürgerbüro besetzt oder der Eintritt möglich war, gehört nun der Vergangenheit an. Im hellen und luftigen Wartebereich, der übrigens auch eine kleine Spielecke für Kinder hat, können Besucher sich sofort orientieren und werden von Mitarbeitern in Empfang genommen.

Zur Ausstattung gehören neben einer kleinen Teeküche für die Mitarbeiter auch barrierefreie Toiletten und ein rollstuhlgerechtes WC, in dem künftig auch noch ein Wickeltisch Platz finden soll. Und weil sich ein Flachdachbau mit vielen Fenstern im Sommer ordentlich aufheizen würde, befindet sich in jedem Büroraum eine individuell regelbare Klimaanlage.

Etwa drei bis fünf Jahre, schätzt Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther, soll das provisorische Rathaus Bestand haben. Bis dahin soll eine Lösung gefunden werden, alle Bereiche der Verwaltung – auch das Bauamt, das sich zurzeit noch an einem Ausweichstandort in Fürstenberg befindet – barreierefrei und mit ausreichend Platz unter ein Dach zu bringen.

Ob dazu ein Anbau auf einem städtischen Grundstück am bestehenden Rathaus in Fürstenberg oder ein Neubau, entweder in Fürstenberg oder in einem anderen Ortsteil, die sinnvollste Lösung ist, wird in der Stadt kontrovers und teilweise auch emotional diskutiert. Um eine neutrale Einschätzung zu bekommen, will der Rat ein Fachunternehmen beauftragen, das alle Gegebenheiten vor Ort unter die Lupe nimmt und ein Gutachten mit einer Empfehlung erarbeitet.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6749528?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851062%2F
Verdi ruft zu Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr auf
Pendler müssen sich am kommenden Dienstag bundesweit auf Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr einstellen.
Nachrichten-Ticker