Drogenfund bei Autokontrolle am Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren
Zoll entdeckt 18 Kilogramm Crystal – Schwarzmarktwert von 1,4 Millionen Euro

Bad Wünnenberg/Bielefeld (WB). Der Zoll hat am vergangenen Mittwoch im Kreis Paderborn eine große Menge des Rauschgifts Crystal entdeckt. Die rund 18 Kilogramm waren in einem Auto versteckt, das Beamte des Hauptzollamts Bielefeld, Kontrolleinheit Paderborn, in der Nähe des Autobahnkreuzes Wünnenberg-Haaren aus dem Verkehr gezogen hatten.

Montag, 06.05.2019, 15:44 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 16:08 Uhr
Auf der A44 nahe des Autobahnkreuzes schlugen die Zolllbeamten. Foto: Google Maps

»Diese Menge ist der mit Abstand größte Crystalfund der Paderborner Kollegen. Auf dem Schwarzmarkt wären diese illegalen Drogen für etwa 1,4 Millionen Euro verkauft worden«, sagte Kirsten Schüler, Pressesprecherin des Hauptzollamts Bielefeld.

Das Auto mit niederländischem Kennzeichen war mittags auf der A 44 unterwegs, als es zur Kontrolle kam. Der Fahrer erklärte in gebrochenem Deutsch und Englisch, dass er in Leipzig ein Auto kaufen wolle und dafür 1.000 Euro dabei hätte.

Da der Reisende einen sehr nervösen Eindruck machte, wurde das Fahrzeug einer genaueren Kontrolle unterzogen. Und die Zöllner wurden fündig.

Aus einem bauartbedingtem Hohlraum, der vom Kofferraum aus zugänglich war, kamen fünf Pakete mit dem Rauschgift Crystal zum Vorschein. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Für eine weitere intensive Suche wurde das Fahrzeug in eine Autowerkstatt nach Anröchte gebracht. Nachdem dort weitere Pakete hinter der Verkleidung der Kofferraumklappe sowie in speziell für den Schmuggel hergerichteten Verstecken gefunden wurden, präsentierte der Fahrer nach Angaben des Zolls eine neue Version seines Reiseauftrags – »sichtlich erschüttert über das Ausmaß der Entdeckung«: Wenn er in Leipzig angekommen wäre, sollte er eine Person über eine in einem Handy eingespeicherte Telefonnummer anrufen. Für die Rückreise sollte er ein anderes Fahrzeug benutzen. Was er transportierte, hätte er nicht gewusst.

Insgesamt konnten letztendlich 32 Pakete aus dem Auto entnommen werden.

Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Frankfurt/Main im Auftrag der Staatsanwaltschaft Paderborn.

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