Modellbauer des FMC Albatros stellen in Bad Wünnenberg aus
Perfektion im Kleinen

Bad Wünnenberg (WB/eb) Zum 40-jährigen Vereinsbestehen haben die Modellbauer des FMC Albatros 1979 Sintfeld ihre interessantesten Schätze in der Schützenhalle in Bad Wünnenberg-Haaren gezeigt.

Montag, 01.04.2019, 16:44 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 16:47 Uhr
Lennard Wendt ist das jüngste Mitglied im Modellbauverein FMC Albatros Sintfeld, der jetzt sein 40-jähriges Bestehen mit einer Ausstellung in der Haarener Schützenhalle gefeiert hat. Lennard hat mit seinem Opa Siegfried einen Lilienthal-Flieger gebaut. Foto: Hans Büttner

Mehr als 200 Flugmodelle, Modellautos, Schiffe und Außenaktionen gab es den ganzen Tag über zu bestaunen. »In der Regel handelt es sich bei unseren Modellen um originalgetreue Nachbauten«, erläuterte Vorsitzender Siegfried Wendt. Vom Kampfjet F16 bis hin zum Lilienthal-Flieger war alles dabei, was fliegen kann.

Manche Modellbauer hatten sogar ihre Rohlinge zur Schau mitgebracht. So etwa Toni Fuest, der seinen Rhön-Segler – das Original wurde 1935 in Holzbauweise hergestellt – aufgebaut hatte. Rund 1000 Stunden an Arbeit wird er für die Fertigstellung brauchen, bis der Flieger mit einer Spannweite von sechs Metern abhebt.

Da auch bei den Modellbauern die Vereinszukunft von der Jugend abhängt, ist man hier besonders aktiv. So treffen sich mittwochs die Jugendlichen bei Siegfried Wendt, um unter seiner Anleitung gemeinsam Modelle zu bauen. Einen Teil ihrer Werke hatten sie dann auch zur Ausstellung mitgebracht.

Zwar ist der Modellbau noch immer gekennzeichnet von ganz viel liebevoller Handarbeit, aber auch hier hat die Digitalisierung ihren Einzug gehalten. Per Computer gesteuerte Fräsmaschinen ersetzen schon die Laubsäge, und mittels moderner Systeme können sogar die Geschwindigkeiten am Himmel gemessen werden.

Das ist besonders bei den Meisterschaften der Speed-Flieger von Bedeutung. Diese Flugmodelle, die Geschwindigkeiten von fast 500 Stundenkilometern erreichen, haben auch bei den Albatros-Modellbauern ihr Zuhause gefunden. Einer der Piloten ist Maximilian von Prondzinski. Der Oberntudorfer ist nicht nur ein hervorragender Modellbauer, er ist auch Schnellflug-Weltrekordler.

Den Rekord schaffte er im vergangenen Jahr bei der Meisterschaft in Ballenstädt, wo sein Fluggerät eine Geschwindigkeit von 482,1 Stundenkilometern erreichte. Gemessen wird die Geschwindigkeit mit Hilfe von zwei Kameras, die den Flug auf einer Strecke von 200 Meter aufnehmen. Die Zeitspanne des Fluges wird dann errechnet.

Neben den Modellbauern des FMC Albatros Sintfeld waren auch die befreundeten Modellbauclubs aus Bad Driburg mit ihren Trecker- und Lkw-Modellen und Modellbaufahrzeugen sowie die Modellbauer aus Paderborn mit ihren Schiffen vor Ort. Auf dem Sportplatz fanden zudem Drohen-Vorführungen statt.

 

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