Sozialdemokraten wollen Rathausanbau in Fürstenberg auf den Weg bringen
SPD drängt auf Entscheidung

Bad Wünnenberg (WB). Die SPD-Fraktion im Bad Wünnenberger Stadtrat will nun endlich Nägel mit Köpfen machen. Sie beantragt in der nächsten Sitzung des Rates am Donnerstag, 14. Februar, einen Architektenwettbewerb für einen Rathausanbau auf den Weg zu bringen. Dafür sollen 100.000 Euro in den Haushalt 2019 eingestellt werden.

Donnerstag, 07.02.2019, 22:47 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 22:50 Uhr
Die Bad Wünnenberger Verwaltung steht in Fürstenberg. Nach Ansicht der SPD soll das Rathaus dort auch bleiben. Es gibt aber auch Bürger, die es lieber in der Kernstadt hätten.

Dabei sprechen sich die Sozialdemokraten ausdrücklich für einen Erweiterungsbau an das bestehende Verwaltungsgebäude an der Poststraße in Fürstenberg aus. Vor fast genau zwei Jahren stand die notwendige Erweiterung des Rathauses schon einmal auf der Tagesordnung der Haushaltsberatungen. Seinerzeit hatte der Hauptausschuss die Verwaltung beauftragt, die Kosten für einen Neubau zu ermitteln. Die Standortfrage sollte dabei offen bleiben.

Vermehrt gab es in der Vergangenheit Stimmen, die einen Rathausneubau in der Kernstadt Bad Wünnenberg fordern.

»Wir sind der Meinung, dass Altes nicht gleich weggeworfen werden muss«, sagt SPD-Fraktionschef Peter Stachowiak auf WV-Anfrage und führt die Erweiterung des Schulzentrums als gelungenes Beispiel an. Eigentlich sei es in der heutigen Zeit angesichts der Digitalisierung egal, wo das Rathaus stehe. »Warum muss es in der Kernstadt sein?«, fragt der Sozialdemokrat.

Er erinnert daran, dass bei der kommunalen Gebietsreform 1974 die Kernstadt als Gesundheitsstandort ausgewiesen worden sei, Bleiwäsche den Schwerpunkt Tourismus bekommen habe, Haaren Industriestandort geworden sei und Fürstenberg Schulen und Verwaltung zugeordnet wurden. Keiner in der SPD habe Verständnis dafür, warum Fürstenberg diese Aufgabe nun entrissen werden solle. »Es muss endlich etwas passieren«, sieht Stachowiak gleichzeitig dringenden Handlungsbedarf.

Das Rathausgebäude an der Poststraße genieße zwar Bestandsschutz, doch ausmalen, was im Falle eines Feuers passieren könne, möchten sich die Sozialdemokraten nicht. »Eine solche Verantwortung kann man als Rat eigentlich gar nicht tragen«, so Stachowiak. Gleichzeitig spricht der Fraktionschef die mangelnde Barrierefreiheit und die Raumnot an. Die Mitarbeiter müssten endlich vernünftige Arbeitsplätze bekommen. Zudem seien Teile der Verwaltung bereits ausgelagert.

Zeitpunkt ist günstig

»Wir sollten die Rathauserweiterung jetzt in Angriff nehmen«, sieht Stachowiak angesichts einer recht guten Haushaltslage einen günstigen Zeitpunkt. Fördergelder seien möglicherweise frühestens 2022 zu erwarten. Keinesfalls sollte das Thema bis zur nächsten Kommunalwahl verschleppt werden. »Der jetzige Rat darf sich nicht drücken«, so Stachowiak.

Im vergangenen November hatte Bürgermeister Christoph Rüther mit der Ankündigung, übergangsweise neben dem Verwaltungsgebäude mit Pavillons Abhilfe zu schaffen, auf die derzeit unbefriedigende Situation reagiert. Momentan laufen die Erdarbeiten. In den Containern soll unter anderem auch das Bürgerbüro barrierefrei erreichbar sein. 325.000 Euro kostet diese Zwischenlösung. Das Geld war bereits im Haushaltsjahr 2017 zur Verfügung gestellt worden. Mitte 2019 sollen die Pavillons genutzt werden können. Werden sie später nicht mehr benötigt, ist ein Verkauf möglich.

Bei einer endgültigen Erweiterung des Rathauses – egal ob An- oder Neubau, rechnet der Bad Wünnenberger Bürgermeister mit Kosten in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro, da auch eine Sanierung des vorhandenen Gebäudes aufwändig sei.

Das Rathaus in Fürstenberg wurde 1887 als Amtshaus errichtet und bietet den Mitarbeitern eine Nutzfläche von 670 Quadratmetern. Die Arbeitsplätze von etwa zehn Mitarbeitern des Bauamtes wurden bereits aus Platzgründen in die ehemalige Canisiusschule verlegt.

Die Sitzung des Stadtrates beginnt am kommenden Donnerstag um 18 Uhr in der Mensa der Sekundarschule. An diesem Abend soll auch der Haushaltsplan für das laufende Jahr auf den Weg gebracht werden – mit oder ohne 100.000 Euro für einen Architektenwettbewerb zur Rathauserweiterung.

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