Anhänger kippt um – Fahrer und Beifahrer sollen betrunken gewesen sein A 44: Flucht nach Gefahrgut-Unfall

Bad Wünnenberg (WB). Ein Gefahrguttransporter ist am späten Dienstagabend auf der A 44 bei Bad Wünnenberg verunglückt. Fahrer und Beifahrer sollen betrunken gewesen sein, berichtet die Polizei. Ein zunächst geflüchteter Mann (39) wurde in der Nacht gestellt.

Einsatzkräfte vor Ort.
Einsatzkräfte vor Ort. Foto: Guido Vogels

Der Lastwagen mit Anhänger geriet nach rechts von der Fahrbahn ab. Foto: Guido Vogels

Kurz nach 22 Uhr, so die Autobahnpolizei, geriet ein Lastwagen mit Anhänger aus Bochum auf der A 44 in Fahrtrichtung Kassel kurz hinter dem Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren, aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Lkw kam im angrenzenden Grünstreifen zum Stehen, wobei der Anhänger auf der rechten Seite liegend zum Stillstand kam.

Fahrer und Beifahrer konnten unverletzt ihr Fahrzeug verlassen. Ein 31-jähriger Mann verblieb an der Unfallstelle. Der zweite 39-Jährige flüchtete zu Fuß von der Unfallstelle. Diese Person konnte bei einer Nahbereichsfahndung aufgegriffen werden.

Bei der Unfallaufnahme nahmen Polizeibeamte einen stechenden Geruch aus dem Laderaum des umgestürzten Anhängers wahrgenommen. Da im Laderaum des Anhängers auch Gefahrgut befördert wurde, wurde der ABC-Zug des Kreises Paderborn mit Feuerwehrleuten aus Delbrück und Paderborn durch die Feuerwehrleitstelle alarmiert.

Für die Zeit der Unfallaufnahme sowie der Bergung von Anhänger und Ladung wurde die A 44 in Fahrtrichtung Kassel im Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren komplett gesperrt. Es kam zeitweise zu einem Stau von drei Kilometer Länge. Für weitere Säuberungsarbeiten im Bereich der Unfallstelle war der rechte Fahrstreifen bis in die Vormittagsstunden gesperrt.

»Da bei beiden Fahrzeuginsassen deutlicher Alkoholgeruch in der Atemluft festgestellt wurde und beide angaben, nicht gefahren zu sein, wurde beiden Personen jeweils eine Blutprobe entnommen«, berichtet ein Polizeisprecher. Die Führerscheine beider Männer wurden einbehalten.

Der Sachschaden wird auf 20.000 Euro geschätzt.

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