Biologische Station Paderborn und Stadt Bad Lippspringe stellen am Dedinger-Heide-See Detektor auf
Auf Knopfdruck Fledermäuse hören

Bad Lippspringe -

Naturliebhabern und Tierfreunden aus der Umgebung bietet sich ab sofort die Möglichkeit, in die Welt der Fledermäuse einzutauchen. Mit einem sogenannten Fledermausdetektor möchte die Biologische Station Paderborn am Dedinger-Heide-See Interessierten in Bad Lippspringe diese Tiere näher bringen.

Montag, 11.01.2021, 03:00 Uhr
Asli Noyan vom Stadtmarketing Bad Lippspringe (links) und Carolin Schepers von der Biologischen Station Paderborn (rechts) demonstrieren, wie der Fledermausdetektor funktioniert. Foto: Phil Hänsgen

Das Gerät wurde im Rahmen des Projektes „Senne für alle Sinne“ von der Biologischen Station Paderborn und der Stadt Bad Lippspringe aufgestellt. Nach eigenen Angaben soll es das einzige in der Region Ostwestfalen-Lippe sein. Die Fördergelder dazu kommen vom „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“. Es befindet sich an einer offenen Stelle am Ufer des Sees, von der man freie Sicht auf das Gewässer und den Himmel hat.

„Bei dem Projekt geht es darum, die Natur mit allen Sinnen zu erleben und diese bewusst wahrzunehmen“, erklärt Carolin Schepers von der Biologischen Station Paderborn. „Fledermäuse sind tolle Tiere, mit denen man sich nur schwer im Alltag beschäftigen kann. Deswegen ist das eine gute Gelegenheit, sie an diesem schönen Standort kennenzulernen.“

Der Detektor ist solarbetrieben und benötigt nur recht wenig Energie. Im Inneren befindet sich unter anderem ein hochauflösendes Mikrofon, um die zur Orientierung genutzten Ultraschallgeräusche der Fledermäuse sogar noch aus mehreren zehn Metern Entfernung wahrnehmbar zu machen. Interessierte drücken dazu einen Knopf, woraufhin man mit etwas Glück Geräusche aufschnappen kann. Am besten klappt dies in den Sommermonaten, da sich die Fledermäuse noch bis April in Winterruhe befinden. Insbesondere Abends im August kann man dann den Wasserfledermäusen, den großen Abendseglern und den Zwergfledermäusen beim Beutefang zusehen und zuhören.

Wer zur falschen Zeit am Gerät vorbeikommt, kann sich alternativ zweieinhalb Minuten lang Informationen über die Arten anhören und die Geräusche schon mal vom Band belauschen.

Der Detektor ist dabei Teil des Projekts „Senne für alle Sinne“, wie Schepers berichtet: „Einzelne Rundwanderwege in der Senne werden mit Attraktionen, Erlebnisstationen und Naturschutzmaßnahmen verschönert. Außerdem soll ein großer, circa 75 Kilometer langer Rundwanderweg entstehen, der einzelne Teile dieser Pfade miteinander verbindet.“

Das Logo des Projektes kommt in den Farben blau, grün und lila daher – grün für den Teuroburger Wald, blau für die Quellen und das Wasser im Paderborner Raum und lila für die Heide rund um Hövelhof. Verbunden werden Oerlinghausen mit den wilden Weiden, Schlangen mit seinem archäologischen Lehrpfad, Bad Lippspringe mit dem Fledermausdetektor, Paderborner Gewässer, die Hövelhofer Heide, die Emsquellen und der Dünenlehrpfad in Hövelhof.

Einzelne Etappen sollen ungefähr 20 bis 25 Kilometer lang sein. Die Wege sollen auch für Menschen mit Handycap gut zugänglich sein. Das gesamte Projekt soll voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

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