Geplanter Neubau des Freibades Bad Lippspringe wohl erst im Jahr 2022
Sanierung könnte sich verzögern

Bad Lippspringe -

Die fünf Fraktionen im Bad Lippspringer Stadtrat stehen vor einer kniffligen Entscheidung: Mit dem geplanten Neubau des Freibades kann voraussichtlich frühestens 2022 begonnen werden. Es bestünde also die Möglichkeit, dass die Schwimm- und Freizeitanlage 2021 noch einmal an den Start geht. Die Stadtverwaltung beziffert die dafür notwendige Investitionssumme auf immerhin 95.000 Euro.

Donnerstag, 17.12.2020, 01:39 Uhr aktualisiert: 17.12.2020, 02:00 Uhr
Das Thermal-Freibad in Bad Lippspringe soll grundlegend saniert werden.

2020 war wirklich kein gutes Jahr für die Bad Lippspringer Schwimmfreunde. Während im benachbarten Schlangen das dortige Freibad öffnete – wenn auch unter klaren Corona-Schutzauflagen – blieb das Thermalschwimmbad der Kur- und Badestadt den Sommer über komplett geschlossen.

Diese Entscheidung war nicht nur der andauernden Corona-Pandemie geschuldet. Kurz vor Inbetriebnahme hatten die Verantwortlichen der Stadt einen schweren Wasserrohrbruch im Nichtschwimmerbecken festgestellt. Eine Reparatur wäre sehr aufwendig gewesen und hätte etwas mehr als 100.000 Euro gekostet. Ob das eine langfristig tragfähige Lösung gewesen wäre, vermochten auch die angesprochenen Fachfirmen nicht zu sagen.

Wie Fachbereichsleiterin Tanja Berghahn-Macken am Dienstagabend im Bauausschuss mitteilte, „ist es durchaus möglich, das Freibad für die Schwimmsaison 2021 startklar zu machen“. Allerdings mit einer klaren Einschränkung: Das Nichtschwimmerbecken bliebe geschlossen. Hinzu käme: Die notwendigen Reparatur- und Sanierungskosten würden nach vorliegenden Berechnungen mit immerhin 95.000 Euro zu Buche schlagen.

Die Investitionen betreffen Berghahn-Macken zufolge umfangreiche Wartungs- und Erneuerungsarbeiten im Bereich der Freibad-Technik. Und natürlich müssten wie jedes Jahr am Ende des Winters zahlreiche aufgeplatzte oder beschädigte Fliesen ausgetauscht werden.

Und nicht zu vergessen: Für den Fall, dass die Corona-Pandemie bis in den Sommer hinein andauert, müsste die Stadt mit weiteren finanziellen Aufwendungen rechnen – zum Beispiel für zusätzliches Aufsichtspersonal sowie zwingend erforderliche Schutzmaßnahmen

Erste kritische Ausschuss-Nachfragen zu den Kosten kommentierte der Vorsitzende Bernhard Göke (FWG) nur knapp so: „Damit werden wir uns im Laufe der anstehenden Haushaltsberatungen noch eingehend beschäftigen müssen.“

Wie berichtet, plant die Stadt Bad Lippspringe einen kompletten Neubau ihres Freibades. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf etwa fünf Millionen Euro – ein Betrag, den die Stadt nicht alleine schultern könnte. Deshalb hat der Stadtrat im September 2019 einen Förderantrag an die Bezirksregierung in Detmold gestellt.

Mit einer Antwort wird im ersten Halbjahr des kommenden Jahres gerechnet. Im günstigsten Fall würde das Land 70 Prozent der förderungsfähigen Kosten tragen.

„Selbst wenn in Sachen Planung und Finanzierung alles problemlos verläuft, könnte frühestens 2022 mit den umfangreichen Neubauarbeiten begonnen werden“, stellte Berghahn-Macken im Ausschuss klar.

So liegt es jetzt an der Politik zu entscheiden, ob sie das Freibad noch einmal für mindestens eine Saison startklar machen will oder darauf mit Blick auf die Kosten verzichtet.

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