Neue Einrichtung im Bad Lippspringer Schulzentrum ist fertig – 2,6 Millionen Euro investiert
DRK-Kita startet mit 87 Kindern

Bad Lippspringe (WB). Auch wenn die Außenanlagen und einige Restarbeiten am Gebäude noch nicht abgeschlossen sind: Die neue DRK-Kita an der Karlstraße in Bad Lippspringe hat ihren Betrieb aufgenommen. 87 Jungen und Mädchen werden hier neuerdings im Herzen des Schulzentrums betreut. Am Dienstag wurde nun auch mit den Arbeiten am Garten und an den Parkplätzen begonnen.

Mittwoch, 23.09.2020, 09:17 Uhr aktualisiert: 23.09.2020, 09:20 Uhr
Am Dienstag rollten die Baumaschinen an: Die neue DRK-Kita an der Karlstraße ist fast fertig. In den kommenden Wochen sollen noch die Außenanlagen gestaltet werden. In der Einrichtung werden bereits 87 Jungen und Mädchen betreut. Foto: Jörn Hannemann

Heinz Köhler, Präsident des DRK-Kreisverbands Paderborn, ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. „Hier können wir endlich mal etwas für junge Leute tun. Wir hoffen auf einen Impuls für unsere Arbeit in Bad Lippspringe“, sagte Köhler dem WESTFALEN-BLATT.

Unklar ist derzeit, was auf der Schotterfläche an der ersten DRK-Kita in Bad Lippspringe an der Bahnhofstraße passieren wird.

Unklar ist derzeit, was auf der Schotterfläche an der ersten DRK-Kita in Bad Lippspringe an der Bahnhofstraße passieren wird. Foto: Jörn Hannemann

Der Weg bis zur Realisierung war mitunter steinig, berichtete Architekt Magnus Wille. Entstanden ist auf dem 3100 Quadratmeter großen Grundstück eine fünfgruppige Kita mit Räumen im Erd- und Obergeschoss. Während oben die über Dreijährigen betreut werden, gibt es im Erdgeschoss Räume für die unter Dreijährigen. Ein 60 Quadratmeter großer Gymnastik-Mehrzweckraum ist ebenso vorhanden, wie eine Küche, an der das Essen angeliefert und von dort aus weiter verteilt wird.

Die Planungen zu dem Projekt hatten bereits im Frühjahr 2017 begonnen, April 2019 starteten dann die Bauarbeiten. „Wir sind trotz Corona voll im Zeitplan“, zog der Architekt zufrieden Bilanz. Möglich sei dies durch die ortsnahen, zuverlässigen Firmen, die einen guten Job gemacht hätten, wie DRK-Geschäftsführer Bernd Horenkamp erklärte. Investiert wurden 2,6 Millionen Euro.

„Für den Betrieb haben wir einen tollen Partner gefunden“, ergänzte Horenkamp. Dabei handelt es sich um die DRK-Jugendhilfe und Familienförderung in Lippe. Deren Fachberaterin Sandra Beckmann verwies darauf, dass die gemeinnützige GmbH insgesamt 21 Einrichtungen in OWL betreibe. In der neuen Kita sind 17 Erzieherinnen und Erzieher sowie drei Praktikanten tätig. Man habe nicht „bei Null“ anfangen müssen, da ein Teil der Kinder bereits in der DRK-Kita an der Bahnhofstraße betreut worden sei. Nur 24 der insgesamt 87 Kinder seien neu in der Karlstraße dazu gekommen. 29 Jungen und Mädchen seien unter, 58 über drei Jahre alt. Die Einrichtung sei nun voll ausgebucht.

Multiplikator für das DRK

Auch die Kita an der Bahnhofstraße werde weiter fortgeführt, allerdings seien in der Zwischenzeit die provisorischen Container am ehemaligen Jugendtreff „Hot“ entfernt worden. Was künftig auf der Schotterfläche passiere, sei unklar. Das sei eine Entscheidung der Stadt, hieß es.

Der neue Bad Lippspringer DRK-Ortsvereinsvorsitzende Ulrich Knorr, noch Bürgermeister der Gemeinde Schlangen, lobte die Kita als Multiplikator für das DRK im Kurort. Das Rote Kreuz sei überaltert und brauche Ansätze für junge Familien.

Dr. Silvia Stroband, neue stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, erläuterte, dass sich die Altersstruktur auch im Helferkreis für den Blutspendedienst bemerkbar mache. „Wir dürfen für die Blutspende keine Ehrenamtlichen einsetzen, die älter als 60 Jahre sind“, verwies Dr. Stroband auf die Vorgaben des DRK in Münster. Hintergrund sei die Coronaschutzverordnung, nach der Personen über 60 Jahren zur Risikogruppe gezählt werden.

Kreisgeschäftsführer Horenkamp betonte, dass Blutkonserven weiterhin Mangelware seien. „Nur fünf Prozent der Menschen spenden Blut, 80 Prozent benötigen aber Blutspenden.“ Daher sei der ehrenamtliche Einsatz so wichtig. Auf die Helfer käme ein überschaubarer Aufwand zu, schließlich richte der Ortsverein nur vier Blutspende-Termine pro Jahr aus, sagte die Vizevorsitzende.

Schnelle Eingreiftruppe

Sie wies zudem darauf hin, dass die DRK-Begegnungsstätte seit dieser Woche wieder für Kurse geöffnet sei. Dafür sei extra ein Hygienekonzept entwickelt worden. Gestartet werde unter anderem mit Angeboten wie Yoga und mit der Seniorengruppe.

Ein Aushängeschild des Ortsvereins sei auch die Rettungswache. Und nicht zuletzt gebe es eine schnelle Eingreiftruppe, die zuletzt in der vergangenen Woche hervorragende Arbeit geleistet habe. Bei den Löscharbeiten an der Auguste-Viktoria-Klinik hätten die Helfer die Feuerwehr unterstützt.

Für Ende Oktober ist ein Tag der offenen Tür an der neuen DRK-Kita an der Karlstraße geplant, kündigte Bernd Horenkamp an. Abhängig davon sei aber die weitere Entwicklung der Pandemie.

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