607.000 Euro für Computer und Co. an Bad Lippspringer Schulen
Kurstadt rüstet digital auf

Bad Lippspringe (WB). Der Digitalpakt Schule NRW macht es möglich: Die Stadt Bad Lippspringe wird in den kommenden Jahren weitere 607.000 Euro in die Digitalisierung ihrer drei örtlichen Schulen investieren können.

Dienstag, 22.09.2020, 05:00 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Insgesamt drei Förderanträge hatte die Stadt beim nordrhein-westfälischen Schulministerium in Düsseldorf eingereicht. „Und alle sind bewilligt worden”, freut sich der zuständige Sachgebietsleiter David Tyler. Insgesamt 607.000 Euro stehen der Kommune demzufolge aus dem Digitalpakt Schule NRW zur Verfügung. Im Gegenzug muss die Stadt einen Eigenanteil von zehn Prozent der Summe aufbringen.

Verwendung des Geldes

Wie das Geld im Einzelnen verwendet werden soll, geht aus dem Medienentwicklungsplan hervor, den die örtlichen Schulen gemeinsam mit dem Schulträger und dem Unternehmen Thomaßen Consult (Köln) bereits 2019 erarbeitet haben. Nur wenig später wurde der Plan durch die Politik verabschiedet; er ist auf immerhin fünf Jahre angelegt. „Ein nicht unwesentlicher Teil der 607.000 Euro wird in die Modernisierung der Netzwerk- und Präsentationstechnik an den Bad Lippspringer Schulen fließen. Auch der Kauf von neuen Servern ist fest geplant”, machte Tyler im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich. Aber das ist lange noch nicht alles: Die Stadt will zudem 180 iPads anschaffen, ebenso 100 Client-Computer sowie weitere Notebooks, Monitore und Drucker, die unter anderem in den Medienräumen der Schulen zum Einsatz kommen sollen.

Einige Neuanschaffungen sind speziell für den naturwissenschaftlichen Fachunterricht vorgesehen. „Dazu zählen digitale Messgeräte, Mikroskope aber auch programmierbare Roboter”, ergänzt Wilhelm Schlüter. Er ist Mitarbeiter der EDV-Abteilung bei der Stadt Bad Lippspringe und war an den Planungen zur digitalen Ausstattung der örtlichen Schulen nicht unwesentlich beteiligt.

Der 2019 verabschiedete Medienentwicklungsplan war die zentrale Voraussetzung, um Fördergelder aus dem Digitalpakt Schule NRW beantragen zu können. „Wir gehören damit landesweit zum vorderen Feld der Antragsteller”, betont Tyler und fügt hinzu: „Unsere drei Förderanträge an das NRW-Schulministerium tragen die Bewilligungsnummern 62 bis 64.” Der erste Förderbescheid ging übrigens vor einigen Monaten ebenfalls nach Ostwestfalen, und zwar nach Höxter..

Bad Lippspringe sahnt doppelt ab

Die Stadt Bad Lippspringe war bei der Suche nach Fördergeldern noch an anderer Stelle erfolgreich. Aus dem so genannten „Lehrer-Ausstattungsprogramm” des Landes erhält die Kur- und Badestadt weitere 62.000 Euro. Das Geld soll in den Kauf von 144 iPads investiert werden.

Entsprechend dazu hat das nordrhein-westfälische Schulministerium auch ein „Schüler-Ausstattungsprogramm” neu aufgelegt. Aus diesem Fördertopf bekommt die Stadt 93.555 Euro; die Stadt steuert dazu einen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent bei. Mit der immerhin sechsstelligen Gesamtsumme will die Kommune den Kauf von 242 iPads finanzieren.

Tyler spricht in diesem Zusammenhang von wichtigen Investitionen in den Schulstandort Bad Lippspringe: „Die Stadt wird damit die notwendige Digitalisierung ihrer drei Schulen vorantreiben. Und das bedeutet konkret: Künftig kann in der Kur- und Badestadt viel mehr digitaler Unterricht angeboten werden als bisher der Fall.”

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